Schlupf

24. Juli 2017 Sch 0

Schlupf (slipping), entsteht, wenn Kräfte durch Reibung übertragen werden und die Oberflächen aufeinander gleiten, z.B. beim Keilriemen. Man spricht von Schlupf, wenn beim Autorad die tatsächlich zurück gelegte Strecke pro Radumdrehung vom tatsächlichen Radumfang abweicht. Der Schlupf, der entsteht wenn Räder durchdrehen oder blockieren erhöht den Reifenverschleiß.

Bei der Kraftübertragung im Wasser ist Schlupf der Verlust an mechanischer Energie, indem kein oder ungenügender Stütz („Wasser gefasst“) erzeugt wird. Nach Reischle (1988) „der in der Sagittalebene projizierte Wegverlust rückwärts“.  Die Abdruckflächen „schlüpfen“ so weitgehend wirkungslos durch das Wasser. Typische Beispiel sind „Schneiden“, „Reißen“, „Krebs“ beim Rudern. Allerdings kann ohne sagittalen Schlupf keine vortriebswirksame Kraft (Vortrieb) erzeugt werden. Der relativ sagittale Schlupf wird als Quotient aus Vorschub und Bewegungsspanne verstanden (Bäurle & Strass, 1999) →Antrieb, →Antriebskonzeption

Auszug aus einem Vergleich der Armzüge von Hackett und Thorpe (bei Gmünder, 2002): „Vom Beckenrand aus betrachtet handelt es sich nicht um einen eigentlichen „Armzug“, weil die Hand vom Beginn des Wasserfassens bis zum Abschluss der „Zugphase“ nur sehr wenig Schlupf aufweist (Hackett ca. 50 cm, Thorpe ca. 40 cm). Der Grund für den geringen Schlupf ist, dass Hackett und die anderen guten Schwimmer

  1. a) den Impuls aus dem Nachvornebringen des Gegenarmes ausnützen, d.h., die Arme und der Schultergürtel unterstützen sich wechselseitig wie beim Kajakpaddeln,
  2. b)  auch der Beinschlag einen Beitrag für den Vortrieb leistet.“

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