Antriebskonzeption

16. März 2017 A 0

Antriebskonzeption (drive conception), Plan oder Programm zur Fortbewegung von Gegenständen, zum Beispiel die Antriebskonzepte im Autobau (Verbrennungsmotor oder Elektroantrieb).

Grundlegende Anschauung zur Fortbewegung des Schwimmers bei Beachtung der hydrodynamischen Gesetzmäßigkeiten. Zunächst nahm man an, dass dazu die zum Antrieb erforderlichen Körperteile möglichst geradlinig und entgegengesetzt zur Schwimmrichtung eingesetzt werden sollten (→konventionelles Antriebskonzept). Später wurde in Anlehnung an die Schiffsschraube eine kurvige Handbewegung empfohlen (→BERNOULlI-Konzept), das durch das Luv-Konzept oder Heuristische Antriebskonzept ergänzt wurde (→klassisches Antriebskonzept). Neuerdings gewinnt die Wirkung rotierender Wassermassen im Nachlauf der Füße und Hände an Bedeutung (→Vortex-Konzept). Alle diese Konzepte überwinden und nutzen den Wasserwiderstand und weisen folgende Gemeinsamkeiten aus:

  • Stellung von Hand und Arm möglichst senkrecht zur Schwimmrichtung,
  • Wirksame, möglichst hoch ausfallende Abdruckfläche,
  • frühzeitige Senkrechtstellung der Arme durch Ellenbogen – vorn – Haltung,
  • kurvenförmiger Armantrieb,
  • hohe Beschleunigung der Hand- und Armbewegung (Bissig et al. 2004)

Ungerechts favorisiert die vortexorientierte Antiebskonzeption und stellt Impulserzeugung und –transfer in den Mittelpunkt und nicht Widerstände oder Antriebskräfte, die messtechnisch nicht zu trennen sind (Ungerechts et al. 2007). Reischle versucht das Wirrwarr der verschiedenen Konzepte mit seinem differenzierten Antriebskonzeptzu ordnen. Er geht davon aus, dass ein effektiver Antrieb beim Schwimmen weder mit dem Gegen-SR-Konzept (SR= Schwimmrichtung) noch mit dem Bernoulli-Konzept und auch nicht allgemeingültig mit dem Vortexkonzept hinreichend erklärt wird (Reischle & Kandolf, 2015, S. 47).


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