Sieg

20. Juli 2017 S 0

Sieg (victory), erfolgreiches Ergebnis eines sportlichen, künstlerischen oder marktwirtschaftlichen Wettbewerbes. Der Gewinner wird zum Sieger oder Preisträger ernannt.

Eine Wiederholung oder Verlängerung des Wettkampfes, da der Sieger nicht eindeutig zu ermitteln ist oder ein Unentschieden ist bei Schwimmwettkämpfen kaum zu erwarten. Selbst bei gleicher Zeit im gleichen Lauf gibt es kein Unentschieden, sondern im Ausnahmefall zwei Sieger. Der Sieger wird durch die Entscheidung eines Kampfgerichts auf der Grundlage von Wettkampfbestimmungen ermittelt. Im Sportschwimmen ist das durch (zumeist) elektronische Zeitmessung recht einfach und erspart uns z.B. im Vergleich zu Sportarten mit Punktwertung viel Ärger. Schwimmer mit der gleichen amtlichen Zeit erhalten auch die gleiche Platzierung; ausgenommen, die amtliche Zeit wurde aufgrund eines Zielrichterentscheides durch den Auswerter festgelegt (WB § 134).

Der Sport schafft klare Verhältnisse, indem es nur einen Sieger gibt. Ob er schön geschwommen ist, gut gespielt hat, es zählen Zeiten oder Tore, anders als in der Politik, wo sich zumeist nach der Wahl alle zum Sieger erklären.

Exkurs: Die Welt einzuteilen in Sieger und Verlierer, das passt nicht mehr zum Common Sense moderner Gesellschaften. Siegen und Verlieren, das sind Kategorien des Krieges, des Kampfes, der Schlacht…Wahrscheinlich ist aber genau das die Faszination des Sports und seiner Helden: Dort wird etwas gestattet, was eigentlich verboten ist und doch irgendwo in uns zu stecken scheint. Siegen oder Verlieren, das ist Sport“ (Lother Gorris in DER SPIEGEL 34/2018, S.88). Nur Kategorien des Sports – „America first“?

„Es ist leicht zu siegen, doch schwer den Sieg zu bewahren“ (Chinesisches Sprichwort)


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