Lauf

28. Februar 2020 L 0

Lauf (running), 1. Als „Laufsport“ natürliche Sportart des Menschen, bereits bei den Olympischen Spielen der Antike von Kurzstrecken bis zum „Botenlauf“ (Marathon) ausgetragen. Inzwischen fester Bestandteil der Leichtathletik und zugleich zahlreicher Laufveranstaltungen im Breitensport und Freizeitsport („Lauf dich gesund“)..

Im Training der Schwimmer Bestandteil des Trainings mit allgemeinen Mitteln an Land, wobei auf Laufbahnen oder im Gelände (cross) gelaufen werden kann. Bevorzugt wird in Mesozyklen mit dominant allgemeiner Grundlagenausdauer gelaufen, aber auch Sprints zur Verbesserung der unspezifischen Grundschnelligkeit sind für „Sprinter“ eine gute Basis. Der ehemals verfemte Straßenlauf wird in letzter Zeit verstärkt empfohlen, da moderne Laufschuhe die Belastung des Bewegungsapparates dämpfen und die Gefahr von Unebenheiten minimieren Der Geländelauf ist vorteilhaft wegen seiner Abwechslung, die zugleich hohe Anforderungen an die Koordinationsfähigkeit stellt. Aschen- und Kunststoffbahnen eignen sich mehr für schnelleres und kontrolliertes Laufen (Tests). Da die Laufbewegung zumeist für Schwimmer unspezifische Muskeln trainiert, sollten Trainingsphasen mit größeren Laufeinheiten mehrere Wochen vor Hauptwettkämpfen liegen und mit anderen Mitteln allgemeiner Ausdauer (Radfahren, Paddeln usw.) gekoppelt werden. Zudem fördert ein lockeres Schwimmen (Kompensationseinheit) nach dem Laufen die Erholung, was möglicherweise auf die hydrostatischen Eigenschaften des Wassers zurückzuführen ist (Lum et al. 2010). →Lauf-ABC

 2. Lauf (heat), als Durchgang in einem Wettkampf, der auf der Basis der Meldezeiten (Vorlauf) oder der Ergebnisse der Vor- und Zwischenläufe ausgetragen wird. →Startbahnen, →Meldung, →Laufeinteilung

Exkurs: In Sachen Laufen halten sich die bekanntesten Lehrbücher zum Schwimmtraining nach dem Motto „Der Läufer  läuft, der Schwimmer schwimmt“ bedeckt. Aber bekannte Schwimmer haben Laufprogramme in ihr Training integriert. So koppelten die Sprinter des amerikanischen Trainers Mike Bottom zweimal pro Woche einen Lauf-/Sprung-Komplex (Laufen von 2 Stadionrunden, anschließend Training mit Hürden und Hindernissen, Basketball, Sprünge, plyometrische Übungen) mit folgendem Beinetraining im Wasser (Whitten 2001). Olympiasiegerin Inge de Bruijn widmete einige Tage dem Laufen (20-50 min), Rope-Klettern oder Übungen, die Gleichgewicht und Kraft gleichzeitig erfordern (Bergen, 2000). Sandra Völker führte Ausdauerläufe über 5000m und Intervalle (100-800m) bis zu  Sprints von 20-100m durch (Völker & Lange, 1997, S.219). Besonders im Nachwuchstraining werden Läufe (vom Lauf-ABC bis zum Crosslauf) empfohlen, schon im Interesse einer vielseitigen Ausbildung. Nelson et al. (1999) sprechen sich für Laufen ein Jahr nach den ersten Erfolgen der Altersgruppe 10-11 aus, vorwiegend in der Neben-, Nach- oder den ersten Wochen der neuen Saison. Im Grundlagen– und Aufbautraining des Deutscher Schwimmverband (DSV) werden im Rahmen der Leistungseinschätzung (Entwicklungsbogen) 1000m-Lauf und 30m-Sprint angefordert (Rudolph et al. 2015. Nachwuchskonzeption des DSV). Dem Kreislauf ist es im Sinne allgemeiner Ausdauer egal, ob er im Wasser oder an Land bewegt wird. Aber Wasser kostet, Parks und Wälder sind frei. Und schickt unsere „Treibhausgewächse“ ruhig einmal an die frische Luft!


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