Leistungsreserve (reserve in capacity), in der Technik (Regelleistung bei Stromversorgung, Aufladung bei Verbrennungsmotoren) die Reserve an Leistungskraft. Im Sport uneinheitlich gebraucht, einmal einfach für Möglichkeiten weiterer Leistungssteigerungen (“Leistungsreserve Maximalkraft“) zum anderen im Sinne der Anpassungsreserve oder auch als „körperliche, psychische und soziale Ressourcen, die lediglich in außergewöhnlichen Beanspruchungssituationen in Anspruch genommen werden“ (Kleinert, 2005). Leistungsreserven ...
Beatmung (artificial ventilation; resuscitation), Bei Atemstillstand mit oder ohne Hilfsmittel auszuführende Erste Hilfeleistung zur Gewährleistung der Versorgung lebenswichtiger Organe eines Verunfallten mit Sauerstoff; → Atemspende (Text von Harald Rehn)
Atemweg (airway), luftleitende Abschnitte des Atemtraktes; im Rettungswesen bedeutsam als Weg der Atemluft über die Atmungsorgane bis in die Lunge, der durch einen Helfer vor der Atemspende, also der Beatmung auf seine Durchgängigkeit zu überprüfen ist. →Atmungssystem Atemwegsstörungen treten besonders bei Ausdauersportlern sehr häufig auf. Im Schwimmern können die kombinierten Wirkungen von wiederholter Chlor-Nebenprodukt-Exposition und ...
Atemspende (contribution of breath), Aktives durch Ausatmung eines Helfers erfolgendes Einblasen seiner Atemluft mit einem Sauerstoffanteil von etwa 17 % in die Atemwege eines Verunfallten, dessen Atmung ausgesetzt hat. Atemspende ist Bestandteil der Herz- Lungen- Wiederbelebung, sichert die Versorgung lebenswichtiger Organe weiter mit dem in der Ausatemluft vorhandenen Sauerstoff und damit ggf. lebenserhaltende Körperfunktionen. Die ...
Atemkontrolle (control the breathing), hier nicht als Sexualpraxis, sondern als Überprüfung des Vorhandenseins der Atemtätigkeit durch Erfühlen des Atemzuges der durch Ein- oder Ausatmung zirkulierenden Luft oder durch Beobachten der Atemmuskulatur des Oberkörpers, in der Regel durch einen Ersthelfer bei einer verunfallten Person vor der Einleitung von Erste- Hilfe– Maßnahmen.(Text von Harald Rehn) Video: https://www.youtube.com/watch?v=k48BaP34xMs
Atemantrieb (simulation of breathing), Natürlicher im Atemzentrum des Gehirns entstehender Reiz zum Ausführen der Atmung, der durch das in der Luft vorhandene Kohlendioxid ausgelöst wird. (Text von Harald Rehn)
Atemanhalten (with bated breath), Bewusstes Anhalten der natürlichen Atmung, um z.B. durch Apnoetauchen eine Strecke unter Wasser schwimmend oder tauchend zurücklegen zu können, ist bis zu einem gewissen Grad in seiner Dauer trainierbar. (Text von Harald Rehn)
anaerob (anaerobic), griech. aer „Luft“, hier „ohne Luft“; Energiestoffwechsel ohne Sauerstoffbeteiligung. Mit zunehmender Belastungsintensität (→Schwimmgeschwindigkeit) wird anaerob gearbeitet, aber weitgehend in Kooperation mit dem “Partner Aerob“. Bei der kürzesten Wettkampfstrecke (50m) geht man von einem Verhältnis 80% anaerober zu 20% aerober Stoffwechsellage aus. Das Ausdauertraining fußt zwar auf Schwellenkonzepten, wonach die dominant anaerobe Phase ab ...
Generalisierung/Generalisation (generalization), lat. genero „erzeugen, erschaffen“ (Generator); übertragen Verallgemeinerung mit Anwendung in den verschiedensten Fachgebieten. So z.B. in der Medizin, wenn eine Erkrankung oder ein Medikament auf den ganzen Körper ausstrahlt, in der Soziologie für die Ausweitung von Konflikten durch Einbezug von mehr und mehr Themen (typisches Beispiel „Jamaika“-Verhandlungen 2017); in Physiologie für die Übertragung ...
Pass, biologischer (Athlete biological Passport), →Blutpass