Rangordnung (hierarchy; ranking), Reihenfolge mehrerer vergleichbarer Objekte, die nach deren Bewertung (z.B. Weltrangliste im Tennis, Bestsellerliste Literatur) erfolgt (Ordnungsrelation). In der Verhaltensforschung bekanntes System von Beziehungen unter Tieren (und Politikern) (“Hackordnung”). Sportmannschaften und Trainingsgruppen zeichnen sich zumeist durch ein System von Rangordnung aus, das maßgeblich von der Stellung und Wertschätzung der Sportler bestimmt wird. So ...
Burnout (dt.:ausgebrannt), aus dem Engl. übernommene Beschreibung für einen chronischen Erschöpfungszustand mit Krankheitsgefühl, der über Monate andauern kann und bis jetzt noch nicht eindeutig wissenschaftlich definiert ist. Die deutschen Psychologen definierten Burn-out als „Risikozustand für psychische und somatische (körperliche) Erkrankungen durch Arbeitsüberlastung“ und grenzten diesen Zustand von psychischen Erkrankungen, z.B. einer Depression ab, wobei die ...
Kognition (cognition), lat. cognoscere „erkennen“; uneinheitlich verwendeter Begriff, allgemein für Wissen und Denkfähigkeit Sammelbezeichnung für alle mit dem Erkennen und Wahrnehmen verbundenen Funktionen, die bei der Regulation sportlicher Handlungen die „Führungsfunktion“ (Kratzer, in Schnabel & Thieß, 1993, S. 454) übernehmen. Eine Bewegung kann nicht besser sein als die ihr zugrunde liegende Repräsentation (Schack, 2005, 53). ...
Motivationstraining (motivational training), Anwendung individuell erarbeiteter Motivationstechniken (z.B. →Selbstbefehl) zur Selbstmotivation vorwiegend zu Beginn einer Handlung bzw. bei Störungen. In der Arbeitswelt oft die Spielwiese selbsternannter Gurus (→Mentaltrainer), Auf den Sportler übertragen heißt das: Ziele selbst bestimmen, Teilziele ableiten, bei der Realisation der Wege (→Training) mit Selbstbefehlen arbeiten und Nutzen von Motivationstechniken. Selbst das positive ...
Emotion (emotion), lat. emovere „herausbewegen, emporwühlen“; Gemütsbewegung, bewusst verarbeitetes Gefühl. Erlebnis von inneren oder äußeren Reizen, die als angenehm oder unangenehm empfunden werden und sich auf den Körper (Zittern, schnelle Atmung), auf die Psyche und auf das Verhalten (Aktivitäten) auswirken können. Der Mensch ist von Geburt an mit Basisemotionen (s Abb.) ausgestattet, die mit einem ...
Pubeszenz (pubescence), lat. pubesco, -ere „zum Manne heranwachsen“; erste Etappe des puberalen Entwicklungsabschnitts, von der beginnenden Geschlechtsreifung bis zur Menarche bzw. Spermarche, die mit 10 bis 12/13 Jahren bei den Mädchen und 12-14/15 Jahren bei den Jungen angesetzt wird, aber individuell mit einer Spanne bis zu vier Jahren unterschiedlich verläuft. Diese Phase wird auch als ...
Pubertät (puberty), lat. pubertas „Geschlechtsreife“; ontogenetische Entwicklungsphase des Überganges zur “Geschlechtsreife”, die individuell sehr unterschiedlich verläuft und genetisch bedingt ist. Sie wird im Gehirn ausgelöst: Der Hypothalamus regt die Hirnanhangsdrüse an, Hormone zu produzieren, die wiederum bei Jungen die Hoden- und bei Mädchen die Ovarialentwicklung induziert, somit Testosteron beziehungsweise Östrogen ansteigen lässt. Dieser Wachstumsabschnitt wird ...
Psychose (psychosis), griech. psychosis „Beseeltheit“; schwere psychische Störung, teilweise mit Verlust des Bezugs zur eigenen Person oder/und zur Umwelt. Typisches Kennzeichen sind Verfolgungswahn oder Wahrnehmung von nicht vorhandenen Dingen (Halluzinationen). Man unterteilt sie in organische Psychosen (Hirnerkrankungen, Medikamente…) und nichtorganische Psychosen (Schizophrenie, →Depression). →Amphetamine Doping mit anabolen Steroiden kann als Nebenwirkung zu Angstpsychosen, Verfolgungswahn und ...
Psychopharmaka (psychotropic drugs), griech. psychḗ „Seele“, phármakon „Arzneimittel“; Medikamente, die bestimmte Stoffwechselvorgänge im Gehirn und so die psychische Verfassung beeinflussen (psychoaktive oder psychotrope Effekte; psychotrop = “die Seele beeinflussend”). Es werden sieben Gruppen unterschieden: Antidepressiva Stimmungsstabilisierer (Phasenprophylaktika) Antipsychotika (Neuroleptika) Anxiolytika / Hypnotika Antidementiva Psychostimulanzien Sonstige Psychopharmaka Psychopharmaka werden ...
Psychomotorik (psychomotor functions), enge und wechselseitige Verbindung von psychischen Prozessen und Bewegungsabläufen und Körperhaltung. In der Medizin beschäftigt sich die Psychomotorik hauptsächlich mit der Behebung von körperlich-muskulären Störungen und Beschwerden. Die Entwicklungspsychologie thematisiert u.a. die Bedeutung körperlicher Aktivität für die psychische und kognitive Entwicklung im Kindesalter (u.a. Schneising, 2000; Hollmann et al. 2003; Zimmer, 2004; ...