Beurteilen

21. März 2017 B 0

Beurteilen (evaluate), „Bewertung von Personen, ihrer Handlung, ihrer Potenzen nach sozialen, insbesondere moralischen Maßstäben“ (Schnabel & Thieß, 1993, S.147).

Im Sport z.B. Entwicklungsbeurteilung, Leistungsbeurteilung, Verhaltensbeurteilung, Persönlichkeitsbeurteilung. Bei allem Streben nach größtmöglicher Objektivität sind Beurteilungen unvermeidlich durch die subjektiven Sichtweisen der Beurteiler beeinflusst und enthalten neben tatsächlichen Aussagen auch persönlichkeitsbedingte Werturteile über die Fähigkeiten und Leistungen des Sportlers.  Die mit der Beurteilung verbundenen Ziele erfordern daher vom beurteilenden Trainer/Funktionär ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und Unvoreingenommenheit sowie die ständige Bereitschaft zur Selbstreflexion und zur Kommunikation mit dem zu beurteilenden Sportler. →Beobachtung

Objektivität heißt, die Beurteilung -:

Exkurs: Je weniger Fachkompetenz ein Trainer hat, umso unzuverlässiger sind seine Urteile. Das ist bei der Einschätzung einer Wettkampfzeit noch nicht so problematisch. Aber wenn man davon ableiten will, ob es sich um ein Talent handelt, dann sind weitaus mehr objektive Daten erforderlich. Liegen diese nicht vor, urteilt der Trainer „aus dem Bauch heraus“. Das kann bei erfahrenen Trainern funktionieren, ist aber ungewiss und gemessen an der Tragweite mancher Entscheidung für die Karriere der Sportler verantwortungslos.

Beurteilen und Verurteilen liegen oft gefährlich dicht beieinander


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