Querschnittsvergleich

30. Juni 2017 Q 0

Querschnittsvergleich/-untersuchung (cross section comparison), In den Gesellschaftswissenschaften (Psychologie, Soziologie, Pädagogik) der Vergleich von Daten innerhalb einer Population (Statusdiagnostik) zur Überprüfung von Hypothesen oder Zusammenhängen von zwei oder mehreren Merkmalen (bivariate und multivariate Analyse). Gegenüber der Längsschnittuntersuchung kann die Querschnittsuntersuchung nur eingeschränkt Kausalhypothesen überprüfen, da Entwicklungen ausgeschlossen sind. Zudem halten sie oft strengen wissenschaftlichen Anforderungen (Gütekriterien) nicht stand (vgl. http://www.methoden-psychologie.de/nachteile_quer.html).

Einen typischen Querschnittsvergleich liefert im Schwimmen jedes Wettkampfprotokoll, besonders aussagekräftig ergänzt durch Daten aus der Wettkampfanalyse und von Ergebnissen der Leistungsdiagnostik zwischen den Schwimmern einer Kadergruppe. Durch den Vergleich mit anderen Schwimmern können die individuellen Stärken und Schwächen aufgezeigt werden. Allerdings ist bei der Komplexität der Leistungsstruktur im Schwimmen zu beachten, dass Mängel durch andere Fähigkeiten kompensiert werden können. Im Interesse des Querschnittvergleichs sind die Sportler bei den einzelnen Teststationen an Ranglisten der Ergebnisse aller Athleten interessiert, um sich besser einordnen zu können. Der Einblick in solche Listen ist innerhalb der Kaderkreise aus Datenschutzgründen abzuklären.

 

Mehr zum Thema: http://lexikon.stangl.eu/5010/querschnittstudie/


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