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Begriff

Intervalltraining

Intervalltraining (intermittent training; interval training), lat. intervallum „Zwischenraum, Abstand, Pause“; Trainingsbelastung nach der Intervallmethode,  die auf zwei primären Mechanismen beruht: einer erhöhten maximalen Sauerstoffaufnahme und einer erhöhten Kapazität für den oxidativen Metabolismus in der Skelettmuskulatur aufgrund einer Zunahme der Mitochondrien (Gibala 2020). Im Intervalltraining des Schwimmers gibt es zahlreiche Variationsmöglichkeiten:

a. nach der Teilstreckenlänge (Beispiel für die Berechnung der Hauptserien bei einer Belastungsdauer von 40 min und einem Belastungsumfang von 3200m, BZ 100F 0:50,0 min, s. Tabelle).

Intervalltraining

b. nach Wechsel der Intensität:

  • Gleichmaß: Das Schwimmen einer Serie in einer bestimmten Belastungszone setzt Kontinuität der Schwimmgeschwindigkeit voraus.
  • Wechsel der Geschwindigkeit/Belastungszone: 12×200 = 4(3×200 BZ2/3/4, ↑2:30/2:40/3:00)
  • „Gebrochene Serie“: 200 = 4 x 50 P10 s →wettkampfspezifische Ausdauer
  • Serien mit intensiven Einschüben: 2400= 4(400 BZ2/200BZ4)
  • Wechsel der Teilstreckenlänge (Pyramide): 2000 = 50+100+150+200+300+400+300+200+150+100+50
  • Progressives Schwimmen: Das ist sowohl innerhalb einer Teilstrecke als auch in der Serie möglich. Die klassische Variante ist der Stufentest.

c. nach Veränderung der Belastungsdichte (Pause):

  • Die Schwimmgeschwindigkeit wird beibehalten, aber die Pause schrittweise verringert: Beispiel 16×100 = 4 (4×100 ↑1:45/1:35/1:25/1:15). Ein Vergleich von 10 zu 20 Sekunden Pausen bei kritischer Schwimmgeschwindigkeit (10×100/10x200m Freistil) zeigte unterschiedliche physiologische und mechanische Auswirkungen, was darauf hindeutet, dass sich der aerobe Stoffwechsel zwischen den Bedingungen unterscheidet (Funai et al. 2025).

Mehr zum Thema

  • LiteraturRudolph (Hrsg.) 2014. Wege zum Topschwimmer, Bd. 3. Hochleistungstraining, Abschnitt 1.1.3 Trainingsübungen S.43 ff

Quellen

Verwandte Begriffe

  • TrainingsbelastungGesamtheit der im Training auf den Sportler einwirkenden physischen und …
  • Intervallmethode(interval method), Methode des Ausdauer- und Kraftausdauertrainings …
  • Sauerstoffaufnahme, maximale (VO2max)Die Menge an Sauerstoff …
  • MetabolismusGriech. metabolismós „Stoffwechsel“; Stoffwechsel
  • SkelettmuskulaturQuergestreifte, vom Willen gesteuerte Muskulatur …
  • MitochondriumBestandteil der Zelle, in deren Doppelmembran die Enzyme des Citratzyklus und …
  • TeilstreckeZumeist entsprechend der Bahnlänge …
  • BelastungsdauerDie Zeit, in der ein Gegenstand einer Belastung ausgesetzt ist …
  • Abgangszeit„Abgang“ (on), Zeitpunkt …
  • AlkaloseDurch Alkalivermehrung hervorgerufene Gleichgewichtsstörung im Säure-Basen-Haushalt …
  • BelastungsdichteWiederholungszahl einer Belastung (Satz/Serie) in der Zeiteinheit …
  • BlutdruckKraft, die durch die Pumpleistung des Herzens das Blut gegen den Gefäß- und …
Überarbeitet am 30. August 2025Autor: Klaus Rudolph

Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2025). Intervalltraining. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/intervalltraining/ (abgerufen am 22. Oktober 2026).