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Begriff

Teilbewegung

Teilbewegung (partial movements), Bestandteil einer Bewegung, eines bestimmten Körperteils (z.B. Raumbahn der Hand) oder bestimmte Abschnitte der Gesamtbewegung (z.B. Hauptphase), damit ist die Teilbewegung nicht mit der Einzelbewegung identisch unter der wir im Schwimmen nur die Arm– oder Beinbewegung verstehen. Die Kopplung von Teilbewegungen der vier Schwimmarten erlaubt die große Vielfalt, durch die sich Schwimmen von anderen Ausdauersportarten abhebt. Dabei verweist Reischle (2000, S.114/115) auf die Strukturverwandtschaft verschiedener Teilbewegungen, z.B.:

– Abwärtsskull in der Zugphase: gestreckter Beginn, Rotation um Längsachse, ausgeprägter Auswärtsanteil bei Kraul, Rücken, Delfin und
teilweise Brustschwimmen.

– Rückholphase: körpernah, schulterbreites Eintauchen, keine Stopp-Start-Aktionen beim Eintauchen und Ausheben, Schultern außerhalb des
Wassers bei Kraul, Rücken und Delfin usw.

Weitere Gemeinsamkeiten gibt es in der Raum-Zeit-Struktur der Teilbewegungen (Vorbereitung, Zug und Abdruck).

Beispiel: Teilbewegungen spielen beim Erlernen komplexer Bewegungen, die nicht auf Anhieb nachvollzogen werden können, eine große Rolle. So sollten bei der Wende erst der Abstoß und die Rolle im Wasser als Teilbewegungen geübt werden. Diese Aufteilung der Gesamtbewegung ist möglich, wenn die Zielbewegung durch gut isolierbare, nacheinander zu realisierende Bewegungsteile gekennzeichnet ist; bei Wechselwirkungen von Bewegungsteilen ist von ihrer Trennung abzuraten! (Wastl:  http://www.itps.uni-wuppertal.de/fileadmin/itps/Wastl/B-Abstract_06.pdf)

Teilbewegung
Koppelung von Teilbewegungen und ihrer Anteile (Reischle, 2000, S. 64, mit Genehmigung vom Diesterweg-Verlag vom 23.03.2007)

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Überarbeitet am 6. August 2017Autor: Klaus Rudolph

Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Teilbewegung. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/teilbewegung/ (abgerufen am 4. November 2026).