Adduktorensyndrom

15. März 2017 A 0

Adduktorensyndrom (adductorial syndrome), zumeist sportbedingte chronische Reizung der Adduktorensehnen (→Adduktor), die sich durch Schmerzen in der Schambeinregion, oft auch im betroffenen Muskel (beim Abspreizen) äußert. Fußballspielende junge Männer sind besonders betroffen. Therapie: Ausgleich muskulärer Dysbalancen (Beinlängendifferenzen, Beckenschiefstand), physiotherapeutische und medikamentöse Behandlung. Häufig wird das Problem wegen Bagatellisierung verschleppt (Maibaum et al. 2001).

Eine präzise Diagnose ist erst durch MRT möglich, da sich die Schmerzen meistens diffus in der Leistengegend äußern. Neben einer Reihe von Differentialdiagnosen (Adduktorenzerrung, Leistenhernie, Hüftgelenksaffektionen) ist hierfür eine abakterielle knöcherne Streßreaktion der angrenzenden Schambeinäste verantwortlich: die Ostitis pubis. Die MRT kann dabei zur Klärung der Diagnose beitragen. Angrenzende Weichteile (u.a. Adduktorenursprünge) können in unterschiedlichem Maße mit betroffen sein und ein Ödem zeigen. Mögliche Ursachen können Fehl- und Überlastungen der Symphyse durch intervallartige sportliche Aktivitäten (abrupte Geschwindigkeits- und Richtungswechsel) und eine begünstigende konstitutionelle Laxizität (Instabilität) der faserknorpligen Symphyse sein (Grieser & Schmitt, 2009).

 

Mehr zum Thema: http://www.doctorhelp.de/arm-und-beinschmerzen/arm-und-beinschmerzen-top6.html?krankheit=adduktoren-syndrom

 


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