Anatomie, funktionelle

16. März 2017 A 0

Anatomie, funktionelle (anatomy, functional), griech. anatemnein „trennen, zerschneiden“ und lat. funcere „verrichten“; die funktionelle Anatomie betrachtet die Struktur der Organe aus ihrer Funktion und im Wechselspiel mit anderen Organen, womit ihre Einordnung in das Ganze des Organismus verständlicher wird.

Diese ganzheitlich- funktionale Betrachtung weckt wesentlich mehr Verständnis für sportliche Bewegungen als die nur beschreibende (deskriptive) Anatomie (Kuhn, 1993). So ist auch die Kräftigung der Rumpfmuskulatur als Schutz vor steten „Angriffen“ der Zug-/Druckbewegungen der Extremitäten im Schwimmen zu verstehen. Über die Muskelschlingen erschließen sich dem Trainer ganze Bewegungsabläufe.

Beispiel:  Beim Liegestütz arbeiten nicht nur die Armstrecker, gleichzeitig verhindert die Rumpfmuskulatur das „Durchhängen“, der große Gesäßmuskel, der vierköpfige Oberschenkelmuskel und die Wadenmuskeln halten die Spannung.

Vom Schwimmen als Ganzkörperbewegung ausgehend interessieren uns besonders die fünf →Funktionskreise

„Es ist mehr Vernunft in deinem Leibe als in deiner besten Weisheit“  Friedrich Nietzsche (1844-1900) deutscher Philosoph

Video: https://www.youtube.com/watch?v=AlmtSEGLzK4

 

Literatur: Appell, H.-J.& Stang-Voss, C. (2008). Funktionelle Anatomie Grundlagen sportlicher Leistung und Bewegung. Springer Verlag


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