Anpassungsphase

16. März 2017 A 0

Anpassungsphase (adjustment phase), Im sportlichen Training der Zeitraum bis zur erfolgreichen Anpassung an eine neue Situation. Das kann z.B. beim Wetter recht schnell, bei historischen Veränderungen recht langwierig gehen, wie das Beispiel der Eingemeindung der Ostdeutschen in die Bundesrepublik zeigt. Dabei spielt der Zeitraum zuvor eine beachtliche Rolle. Je jünger die Leute waren, umso leichter haben sie die Wende verkraftet.

Allgemein sind Zeitraum und Effektivität der Anpassungsphase von der Anpassungsfähigkeit des Sportlers abhängig und damit individuell unterschiedlich. Zudem spielen Umfeldfaktoren besonders im sozial-psychologischen Bereich eine große Rolle (z.B. Trainerwechsel, neue Technikelemente, veränderte Trainingsmethoden usw.). In der Sportwissenschaft ist die Anpassungsphase nach der Theorie von der Superkompensation die Phase, in der die funktionale Anpassung erfolgt, d.h. der Organismus hat sich bereits von der Belastung erholt und setzt Wiederherstellungsprozesse in Gang, die das Leistungsniveau über das Ausgangsniveau steigern. Da aber die Anpassungsphasen der verschiedenen Funktionssysteme zeitlich sehr unterschiedlich verlaufen (→Heterochronie der Regeneration) werden immer wieder die Grenzen des Modells der Superkompensation deutlich. Der Zeitraum der Anpassung bestimmt maßgeblich die zyklische Struktur des Trainings. So werden für eine Anpassung an Kraft– oder Ausdauertraining je nach Trainingsniveau Zeiträume von 4-8 Wochen angegeben. →Anpassungsstufen

„Man kann nicht erwarten, dass ein rundlicher Mann gleich in ein viereckiges Loch passt. Man muss ihm Zeit geben, sich anzupassen“                  Mark Twain (1835-1910) US-amerikanischer Erzähler und Satiriker

 


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