Maximalkrafttraining

19. Juni 2020 M 0

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Maximalkrafttraining (maximal strengh training), Training zur Steigerung der Maximalkraft bei Widerständen von 60% (Anfänger) bis 90% der individuellen Maximallast (Fortgeschrittene), da sonst kein Zuwachs (Muskelhypertrophie) erreicht wird. Je nach Zielstellung werden Muskelquerschnittsmethoden von neuronalen Aktivierungsmethoden (IK-Training) unterschieden, dabei sollte in jeder Trainingseinheit bis zur muskulären Erschöpfung gearbeitet werden. Die Lasten können konstant oder progressiv gesetzt werden. Im Leistungssport scheint die Mehrsatz-Methode der Ein-Satz-Methode überlegen zu sein (→Satztraining).

Schwimmer sollten zu Beginn eines Makrozyklus (insbesondere am Anfang des Trainingsjahres) eine Muskelhypertrophie anstreben (Muskelaufbautraining) und das Niveau dann über die folgenden Makrozyklen durch Erinnerungsreize halten. Darauf aufbauend sollten besonders Sprinter mehr die IK-Methode anwenden. Prinzipiell ist ein dynamisches Maximalkrafttraining dem statischen Maximalkrafttraining vorzuziehen. Hierbei sind isokinetische Trainingsgeräte zu bevorzugen. Eine Muskelhypertrophie kann nach einem zehn bis zwölfwöchigen Training mit 2-3 TE/Woche (bei größeren Umfängen pro Woche auch in vier bis sechs Wochen) erwartet werden. Maximalkrafttraining mit großen Lasten setzt eine gute Rumpfstabilisation, entsprechende Sicherheitsmaßnahmen und das Beherrschen der Technik voraus (s. Tab.).

Dynamische Maximalkraft (Biobank/Stufe 0) in kpm  (A/B-Kader n=475)

Exkurs: 2016 stellte der DSV ein Kraftkonzept mit fünf Schwerpunkten vor:  1. Hypertrophietraining und Maximalkrafttraining wirken indirekt leistungsfördernd. 2. Hypertrophietraining und Maximalkrafttraining wirken direkt leistungsfördernd. 3. Kraftausdauertraining an Land ist nicht Teil des DSV-Kraftkonzeptes. 4. „Spezifisches Krafttraining an Land (z. B. Biobank) ist nicht Teil des DSV-Kraftkonzeptes. 5. Isoliertes Rumpfkrafttraining ist nur teilweise Bestandteil des Kraftkonzepts (Wirth et al. 2016).                                                                                                                            Ein Kraftkonzept für Schwimmer sollte die Komplexität der Anforderungen im Schwimmen an die Kraftfähigkeiten berücksichtigen. Die Gliederung macht nicht den Eindruck eines „Übersehens“ wesentlicher Bereiche des Kraftrainings im Schwimmen, sondern wird von erfahrenen Trainern und Wissenschaftlern als Affront verstanden.

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