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Begriff

Apathie

Apathie (apathy; disinterest), griech. apatheia „Unempfindlichkeit“; Teilnahmslosigkeit, Gleichgültigkeit, Desinteresse, als pathologische Erscheinungsform bis zur Demenz.

Im Sport hingegen zumeist in milderer Ausprägung z.B. als Vorstartzustand, indem dem Schwimmer der Wettkampfverlauf egal ist. Das Wettkampfgeschehen wird emotionslos (nicht) registriert. Oft ist dieses Verhalten auch die Reaktion auf eine schwere Niederlage. In der Regel sollte man dem Sportler erst einmal in Ruhe lassen, das Erlebte „zu verdauen“ und ihn später in die Realität mit guten Argumenten zurückholen. Sollte sich das apathische Verhalten verstärken und mit weiteren Symptomen wie Schlafstörungen, Lethargie, Appetitlosigkeit, Traurigkeit einhergehen, sollte ein Arzt eingeschaltet werden. →Depression, →Burnout

 

Exkurs: Vorrangig den Aktiven mit seinen Marotten im Blick habend, übersieht der Trainer manchmal seine eigene Störanfälligkeit. Kanadische Studien zeigten, dass Trainer mit größeren selbstregulierenden Kompetenzen (Selbstkontrolle und Selbstbeobachtung) in ihrem Leben weniger Stress empfanden und weniger emotionelle Erschöpfung und Depersonalisierung (Selbstentfremdung) sowie eine größere persönliche Leistung (geringere Burnout-Neigung) (McNeill 2018, McNeill et al. 2016).

„Es ist sündhaft, in Apathie zu verfallen. Verstärkte Arbeit – con amore (in Liebe) – das ist das wirkliche Glück“ Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821 – 1881),  russischer Schriftsteller

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Schlagwörter

Überarbeitet am 16. März 2017Autor: Klaus Rudolph

Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Apathie. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/apathie/ (abgerufen am 22. Oktober 2026).