Apophyse

16. März 2017 A 0

Apophyse (apophysis), seitlicher Knochenauswuchs, der als Sehnenansatz dient, auch „sekundäre Epiphyse“ (Roche-Lexikon). Besonders im Kindesalter (erste Hälfte der Pubertät) sind die Apophysen der unteren Extremitäten gefährdet, die über ein eigenes Ossifikationszentrum verfügen und so manchmal der Entwicklung (Verknöcherung) etwas „hinterherhinken“, zumal sie während der Wachstumsphase nur durch Knorpelgewebe mit dem übrigen Knochen verbunden sind und so bei extremer Belastung abreißen können.

Eine Studie bei Leichtathleten zeigte, dass der „Fersenschmerz“ (Apophysitis calcanei) die häufigste Überlastungsverletzung und signifikant mit dem Reifungsstatus assoziiert war. Durch die Anpassung des Trainings an den Reifungsstatus und nicht an das klassische Alter könnte das Verletzungsrisiko bei jugendlichen Leichtathleten verringert werden (Martinez-Silvan et al. 2018; Pointon 2010). So sollten auch Schwimmer besonders während der Wachstumsphasen (Pubertät) bei längeren Läufen angepasstes Schuhwerk tragen; kritisch ist das in den Schwimmhallen immer noch anzutreffende Laufen und Springen barfüßig auf gefliesten Böden.

Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Apophyse


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