Ossifikation

25. Juni 2017 O 0

Ossifikation (ossification), lat. os „Knochen“; „Verknöcherung“, Umwandlung von Binde– in Knochengewebe. Alle menschlichen Skelettknochen entwickeln sich aus dem embryonalen Bindegewebe (Mesenchym) auf zwei unterschiedlichen Wegen: unmittelbar direkt (desmal) oder für die meisten Knochen zutreffend mittelbar indirekt (chondral). Dies kann einmal von innen heraus (echondral) als auch von „außen“, d.h. der Knorpelhaut (Perichondrium) erfolgen. Der knorplige Anteil bleibt in zwei Bereichen noch länger erhalten, im Übergang vom Mittelstück (Diaphyse) zum Endstück (Epiphyse), bekannt als Epiphysenfuge, und als Überzug der Knochenenden (Gelenkknorpel). Die Epiphysenfugen gewährleisten im Kindes– und Jugendalter das Längenwachstum und verknöchern erst zum 20.-22. Lebensjahr endgültig. Diese Wachstumszonen sind gegenüber mechanischen Belastungen besonders empfindlich, das gilt vor allem für den Zeitraum der Pubertät. Aber auch hier macht die Dosis das Gift.

Studien zeigten, dass ein fachgerecht durchgeführtes Kinderkrafttraining weder Knochen noch Knorpel und Gelenke schädigt. Im Gegenteil, es führe dazu, dass zusätzliche Knochensubstanz aufgebaut wird. Gespannte Muskeln üben auf Knochen, an denen sie über Sehnen verankert sind, starke Zugkräfte aus. Diese mechanischen Reize fördern das Knochenwachstum. Der Mineralgehalt der Knochen und die Knochendichte werden erhöht. Dieser zusätzliche Aufbau ist bei Mädchen im Alter von 11,5 bis 13,5 Jahren und bei Jungen im Alter von 13 bis 15 Jahren am intensivsten. Somit beuge ein frühzeitiges Krafttraining auch dem gefürchteten Knochenschwund im Alter (Osteoporose) vor (http://www.medizinauskunft.de/artikel/aktiv/fitness/30_04_krafttraining.php).

 

Video: https://www.youtube.com/watch?v=v4hwq1Gg4Ao


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