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Begriff

Epiphyse

Epiphyse (pineal gland), (griech. ἐπίφυσις, wörtlich „der Auf-Wuchs“, „das aufsitzende Gewächs“). Einmal die Bezeichnung für die Zirbeldrüse, zum anderen für das Endstück des langen Röhrenknochens, das durch die Epiphysenfuge vom Mittelteil (Diaphyse) getrennt ist und erst mit Beendigung des Wachstums mit der Diaphyse fusioniert, indem die Epiphysenfugen verknöchern (→Epiphysenschluss), womit das Längenwachstum beendet ist.

Epiphysenverletzungen gehören zu den häufigsten Verletzungsformen im Schulsport (Medscape 24.09.2015). Zu schweren Epiphysenverletzungen können Scher- und Biegungskräfte sowie abrupte Bremsbewegungen führen, wie sie Im Fußball, Skilauf, Leichtathletig und Gerätturnen gehäuft aftreten.

Exkurs: Dieses Geschehen wird genutzt, um durch die Berechnung der Epiphysenfugen (zumeist der Mittelhand) das biologische Alter zu bestimmen. Wegen der damit verbundenen Strahlenbelastung und der ähnlichen Fehlerbreite wie bei anderen Verfahren werden zunehmend andere Methoden bevorzugt. Zudem wird aufgrund der früheren knöchernen Reife bei weiblichen Jugendlichen eine Altersbestimmung über den Grad der Fusion der distalen radialen Epiphyse (MRT) für das Alter von 17 Jahren und jünger nicht empfohle (Tscholl et al. 2017; Malina 2011). Das Knochen -Längenwachstum wird hormonell (Somatotropin, Thyroxin) gefördert oder auch gehemmt (→Geschlechtshormone). Aber auch ein häufiger Belastungswechsel und damit sportliche Bewegungen fördern das Längenwachstum, während es übergroßer Dauerdruck hemmt, weshalb einseitige Druckbelastungen (Training mit der →Hantel) im Wachstumsalter kritisch gesehen werden müssen.

 

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  • ApophyseSeitlicher Knochenauswuchs, der als Sehnenansatz dient …
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  • OssifikationLat. os „Knochen“; „Verknöcherung“, Umwandlung von Binde- in Knochengewebe.
Überarbeitet am 12. April 2017Autor: Klaus Rudolph

Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Epiphyse. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/epiphyse/ (abgerufen am 20. Oktober 2026).