Dämpfung

27. März 2017 D 0

Dämpfung (damping), (Physik) die Verringerung der Amplitude, der Intensität oder der Auslenkung einer Schwingung oder Welle (Wikepedia), unter biomechanischem Aspekt die Absorption von Kraftstößen

Dämpfung ist von besonderer Bedeutung bei Sprüngen („weiche Landung“) oder Dauerbelastungen der Gelenke wie beim Laufen (s. Exkurs) bzw. übertragen auf Geräte wie Mointainbike, Bobschlitten, Speer (Dämpfung der Vibration), Tennisschläger bis zu Prothesen im Behindertensport oder der Gestaltung der Oberflächen (Rasen, Asphalt, Tartan…).

Beim Schwimmen entfällt die „Landberührung“ und damit die Möglichkeit mit Teilen des Körpers (oftmals nur die Füße) die durch die Muskulatur intern aufgebrachten Kräfte mehr oder weniger direkt (Dämpfung) mit dem festen Untergrund als „Widerlager“ zu interagieren. Die vom Schwimmer erzeugten Kräfte wirken entlang des gesamten Körpers lokal auf die beweglichen Wassermassen (unterschiedliche Druck- bzw. Kraftverteilung entlang des Körpers). Dabei stellt das Wasser für den Schwimmer jedoch kein festes Widerlager dar (Hochstein et al. 2017).

Exkurs: Erschütterungen wie sie beim Sprung, Lauf (Kraftstoß) auftreten werden durch die Konstruktion des Skeletts gedämpft, so durch die S-Krümmung der Wirbelsäule, die einzelnen Bandscheiben und die Gelenke der unteren Extremitäten. Über Jahre wollte man diese Vorgänge durch Dämpfungssysteme in den Laufschuhen unterstützen, aber es konnte nicht nachgewiesen werden, dass Impacts (Wirkung des Aufpralls)  zu Verletzungen führen und dass die Schuhe in der Lage sind, den Impact zu verändern. Auf Dämpfung im engeren Sinne konnte verzichtet werden. Der Organismus weiß sich besser zu wehren als man dachte. (Brüggemann, 2011).


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