Diskriminierung

28. März 2017 D 0

Diskriminierung (discrimination), lat. discriminare „trennen, absondern, abgrenzen, unterscheiden“; Herabsetzung durch Benachteiligung

sozial: Benachteiligung von Menschen oder Gruppen aufgrund bestimmter Merkmale (Rasse, Geschlecht, Alter, Bildung, Lebensstandard usw.), basiert zumeist auf Vorurteilen, um die eigene Vorrangstellung zu halten (→Stigmatisierung). In der Technik die Abgrenzung von Messwerten und Einstellungen. In der Biologie die Fähigkeit, zwischen verschiedenen Reizen unterscheiden zu können. So verbessert zum Beispiel die Vorkühlung im Wasserband die Genauigkeit der visuellen Unterscheidung (Diskriminierung) während des Trainings in der Hitze (Clarke et al. 2017). →Leistungsdiagnostik 

Beispiel: Untersuchungen der Beschleunigung des rechten Unterarms im Schwimmen zeigten, dass es möglich ist, einen bestimmten Zug einer Schwimmart mit hoher Genauigkeit zu diskriminieren (hier: von den anderen Schwimmern oder Schwimmarten zu unterscheiden) (Ohgi et al. 1999).

Exkurs: Der Sport gilt als ein gesellschaftlicher Bereich, der die Ideale von Gleichheit auf seine Fahnen geschrieben hat (→Fairness). Dabei sollte zwischen Sporttreibenden und Zuschauern unterschieden werden. Denn bezieht man die Entgleisungen rund um die Fußballplätze mit ein, dann ist Sport nicht der vielzitierte Integrationsmotor, sondern gesellschaftliche Problemzone wie andere Bereiche auch. Und dazu gibt es die Antidiskriminierungsstelle, Polizei und Justiz. Das ist aber mehr ein Problem der Fans und nicht der Sportler und Trainer, die sich in der Mehrheit von solchem Verhalten distanzieren. Mit dem Ehrenkodex der Trainer im DOSB respektieren sie die „Würde der Sportlerinnen und Sportler unabhängig von Alter, ethnischer Herkunft, Weltanschauung, Religion, politischer Überzeugung oder wirtschaftlicher Stellung“. → „Diversity Management

„Von den Völkern verlangen, sich gegenseitig zu lieben, ist eine Art Kinderei; sie aufzufordern, sich zu achten, ist keine Utopie; aber um sich zu achten, muss man sich zunächst kennen“ Pierre de Coubertin (1863-1937) Pädagoge, Gründer des IOC

 


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