Machtmotiv

18. Juni 2017 M 0

Machtmotiv/Machtstreben (power motive), Bedürfnis, sich stark und mächtig zu fühlen und sich so selbst zu steuern oder andere zu beeinflussen. Es werden vier Facetten des Machtstrebens beschrieben (McClelland 1978): das anlehnende Machtmotiv. indem man sich an einflussreiche und mächtige Personen oder Gruppen bindet, das selbstbezogene Machtmotiv., indem man Macht über sich selbst ausübt, das eigennützige Machtmotiv., indem man andere beeinflusst (besiegt) und das gemeinschaftsdienliche Machtmotiv., indem man andere auch stark (mächtig) machen möchte.

Zur Überwindung der Monotonie des täglichen „Kachelzählens“ ist das selbstbezogene Machtmotiv bedeutsam (sich quälen können, den „inneren Schweinehund überwinden“). Leistungssport ist aber auch immer Auseinandersetzung mit Konkurrenten (vor dem Gegner anschlagen), wobei dies im Schwimmen (ohne Körperkontakt) nicht so deutlich wird wie z.B. in Zweikampfsportarten. Vereinfacht wird das selbstbezogene Machtmotiv auch als „Trainingsmotiv“, das eigennützige Machtmotiv als „Wettkampfmotiv“ bezeichnet (Kuhl & Krug 2006). Beim Leistungssportler äußert sich das Machtmotiv in dem Streben, sowohl den eigenen Körper als auch die Konkurrenten unter Kontrolle zu halten. →Motiv, →Geltungsstreben


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