Öffnet in einem neuen Tab

Begriff

Muskelschwäche

Muskelschwäche (Myasthenie) (myasthenia), im Gegensatz zur Schlappheit nach Belastungen oder durch Trainingsausfälle bedingtem Rückgang der Muskelkraft handelt es sich hier um krankhafte Schwäche oder Ermüdung der Muskulatur, die auf ein Zusammenbrechen der normalen Kommunikation zwischen Muskeln und Nerven zurückzuführen ist. Folglich ist sie auch zu unterscheiden von der „zur Abschwächung neigenden (→phasischen) Muskulatur“, die zu muskulären Dysbalancen führt.

Muskelschwäche kann auch durch Vitamin-D-Mangel verursacht werden. Unzureichende Vitamin D- Spiegel fanden sich signifikant häufiger bei jüngeren Athleten (< 18 Jahre), während Jahreszeiten mit weniger Sonnenexposition und bei indoor Sportarten während den Wintermonaten (Quadri et al. 2016).

 Exkurs: „Nach einer Gelenksverletzung kommt es häufig zu einer anhaltenden Muskelschwäche, die gegen traditionelle Kräftigungsübungen resistent ist. Dies kann auf eine reflektorische Hemmung der das verletzte Gelenk umgebenden Muskulatur zurückzuführen sein. Die zugrundeliegende Ursache für diese Reflexhemmung kann durch anomale sensorische Informationen von den neuralen Rezeptoren der Gelenke verursacht werden, die zu einer neuralen Hemmung der motorischen Neuronen führen. Diese Hemmung entzieht sich der bewussten Kontrolle, dauert an und behindert die normale Gelenkfunktion durch eine Störung der normalen Muskelfunktion. Kryotherapie-Behandlungen, die auf periphere Gelenke abzielen, führen nachweislich zu einer vorübergehenden Auflösung der Reflexhemmung, wodurch eine Umgebung geschaffen wird, in der verletzte Patienten während kontrollierter Rehabilitationsübungen von einem gründlicheren Motorneuronenpool profitieren können.“  (Kuenze & Hart, 2010).

Mehr zum Thema

Quellen

Verwandte Begriffe

  • TrainingsbelastungGesamtheit der im Training auf den Sportler einwirkenden physischen und …
  • Ermüdung(Physiologie): vorübergehender Abfall der Leistungsfähigkeit …
  • MuskelLat. musculus „Mäuschen“; in der Summe aller Muskeln (Muskulatur) das größte Organ des …
  • NervensystemEinheitliches Netzwerk von Zentralnervensystem (ZNS) und peripheren Nerven.
  • phasischIn regelmäßigen Abständen (Phasen) wiederkehrend …
  • Dysbalance, muskuläreMissverhältnis zwischen Synergisten und Antagonisten als Folge …
  • GelenkschadenBeschädigung der Gelenkstrukturen durch Unfall (Sportunfall) oder …
  • KryotherapieKältetherapie, Kühlung
  • BewegungsmangelChronisches Defizit an körperlicher Bewegung, keine Krankheit …
  • DynapeniaAltersbedingter Muskelkraftverlust, der nicht durch eine neurologische oder muskuläre …
Überarbeitet am 23. November 2020Autor: Klaus Rudolph

Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2020). Muskelschwäche. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/muskelschwaeche/ (abgerufen am 6. Oktober 2026).