Norm

23. Juni 2017 N 0

Norm (standard), lat. norma „Richtschnur, Maßstab, Regel, Vorschrift“; 1. verbindliche Regel des Zusammenlebens (soziale N.);  2.  Sollgröße im Sinne der Regel des Durchschnitts (= normal), die empirisch bzw. statistisch aus Tests (→Leistungsdiagnostik) ermittelt (statistische Norm) oder von Topsportlern oder theoretischen Modellen abgeleitet (ideale Norm) werden.

Normwerte sind eine wichtige Grundlage der Trainingssteuerung, da so über die Schwimmleistung hinaus der komplexen Leistungsstruktur im Schwimmen entsprochen wird. Die Nutzung von Normen für die Talentauswahl (→Eignungsmerkmale) oder die Erstellung von Fördergruppen (→Normzeiten) erfordert stets die Beachtung der Bedingungen und Umstände unter denen die Leistung (hier Norm) erreicht wurde. Formalismus verhindert eine objektive Beurteilung. Deshalb sind viele „Normwerte“ eher „Orientierungswerte“. Die für eine Trainingssteuerung wichtigen Normen, die individuellen funktionalen Normen, werden durch genaue Kenntnisse des Einzelfalls, dem Vergleich mit Idealnormen und unter kritischer Anwendung statistischer Normen gewonnen“ (Hohmann, Lames & Letzelter 2002). →Eichung

Orientierungswerte für die Rumpf-, Armkraft für Schwimmer/innen im HLT (Anzahl Wiederholungen/min)

 

Beispiel für statistische Erarbeitung von Normwerten (Skalierung)

 

„Vollkommenheit ist die Norm des Himmels, Vollkommenes wollen die Norm des Menschen“. Goethe (1749-1832)  dt. Dichter

Mehr zum Thema: https://www.dr-gumpert.de/html/ideale-normen-trainingswissenschaft.html

 

 


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