Oxidation

02. März 2021 O 0

 

Oxidation (oxidation), (Oxygenium = Sauerstoff); intrazelluläre Reaktion von chemischen Elementen oder Verbindungen unter Verbrauch von Sauerstoff, wobei Energie freigesetzt wird. Im weiteren Sinne die Elektronenabgabe von Elementen, Ionen oder Verbindungen. Biologische Oxidation spielt sich als aerober Stoffwechsel in den Mitochondrien ab, dort im Citratzyklus und in der Atmungskette. Die biologische Oxidation liefert pro Mol Glukose 38 Mol ATP, pro Mol Glukose aus Glykogen 39 Mol ATP. Biochemisch ist Oxidation eine Elektronenübergangsreaktion, bei der ein Reduktionsmittel Elektronen an ein Oxidationsmittel abgibt. Das Reduktionsmittel wird so „oxidiert“. In dem Sinne ist Glykolyse die Oxidation der Kohlenhydrate. Die Oxidation garantiert die Produktion von körpereigener Energie und ist damit  auch eine wesentliche Grundlage sportlicher Leistungen.

Exkurs: Die Glycolyse ist eine wesentliche Energiequelle sportlicher Leistungen. Bei diesen körpereigenen Oxidationen entsteht aber auch Oxidationsmüll: unkontrollierte, nicht beeinflussbare Oxidationsprodukte, die unsere Zellen schädigen (Freie Radikale). Die Gegenspieler sind Antioxidantien. Wird bei einem Übergewicht der freien Radikalen das Gleichgewicht gestört, spricht man von oxidativem Stress. Biagini et al. (2020) konnten einen deutlichen Anstieg der Speichelnebenprodukte von oxidativem Stress während des Trainings nachweisen, während sich in der Erholungsphase diese Verbindungen wieder den Ausgangswerten annäherten. Bleibt also die Frage, wann gemessen wurde. Denn andere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Leistungsschwimmer kein höheres Risiko für oxidative Schäden haben als Freizeitsportler (Matias et al. 2020). Selbst Training in normobarer Hypoxie war kein adäquater Stimulus für eine übermäßige Reaktion des antioxidativen Abwehrsystems, trotz des erhöhten oxidativen Stresses unter diesen Bedingungen (Poprzecki et al. 2016).

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