Schwelle, ventilatorische

25. Juli 2017 Sch 0

Schwelle, ventilatorische (ventilatory threshold), Punkt des optimalen Wirkungsgrades der Atmung, der auf der Messung der maximalen Sauerstoffaufnahme, dem Atemminutenvolumen (AMV) und dem Atemäquivalent beruht. Sie entspricht spiroergometrisch der aeroben Schwelle und wird aus dem Verhältnis der Zunahme der Kohlendioxid-Abgabe (VCO2) in Relation zur Sauerstoffaufnahme (VO2) bestimmt. Ab einem gewissen Punkt nehmen Atemfrequenz und Atemtiefe stärker zu als die Sauerstoffaufnahme. Dadurch wird die Atmung unökonomischer, was zu einem Knick in der Kurve des Atemminutenvolumens führt, der als respiratorische Schwelle bezeichnet wird und der aerob-anaeroben Laktatschwelle entspricht (Rost, 2002, S. 336). s. Abb. bei Schwelle

Da die Terminologie für die beiden ventilatorischen Schwellen nahezu unübersichtlich und verwirrend ist, erscheint es sinnvoll, auch hier eine klare Benennung in Ventilatorische Schwelle 1 (VT 1) und Ventilatorische Schwelle 2 (VT 2) vorzunehmen:

  • Dabei findet an der VT 1 eine Steigerung der Ventilation und der CO2-­Abgabe jeweils im Verhältnis zur Sauerstoffaufnahme aufgrund von vermehrt anfallendem CO2 aus der Laktatpufferung statt.
  • Die VT 2 ist gekennzeichnet durch eine erkennbare respiratorische Kompensation einer im weiteren Verlauf der Belastung auftretenden metabolischen Azidose (Positionspapier der AG Spiroergometrie)

 

Mehr zum Thema: http://www.mesics.de/fileadmin/user/literature/Spiroergometrie/AG-Spiroergometrie_Positionspapier-Schwellen.pdf


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