Übergangsbereich, aerob-anaerober

09. August 2017 U 0

Übergangsbereich, aerob-anaerober (a.a.ÜB) (aerobic-anaerobictransition), aerob-anaerobe Ausdauer. Klassifizierung des Ausdauertrainings nach der Laktatkonzentration, wobei als „Übergang“ der Bereich zwischen Laktat 2 (aerobe Schwelle) und 4 mmol/l (anaerobe Schwelle) definiert wurde. „Der a.a.ÜB ist ein komplexer Funktionszustand und betrifft nicht nur den Stoffwechsel, sondern auch andere Funktionssysteme. Aus praktischen Gründen wird zur Bestimmung des a.a.ÜB der Laktatmessung der Vorzug gegeben. Für die Schwellenbestimmung kann unter dem Aspekt der Sportarten und der unterschiedlichen Inhalte der Belastungssteuerung auch ein unterschiedlich hoher Laktatwert gewählt werden. Dieser ist abhängig von der sportartspezifisch-typischen Belastungsintensität. Je kürzer die Wettkampfdistanz (Distanz) desto höher wird der Schwellenwert als Leistungskriterium gewählt“ (Engelhardt  & Neumann, 1994, S.106). →steady state, Belastungszone, →Trainingsbereich

In neuerer Literatur wird einfach unterschieden zwischen (in Klammern Bereiche RTP-DSV):

  • Aerober Ausdauer                        bis 2 mmol/l Laktat (oder GAI bzw. BZ 1/2)
  • Aerob-anaerober Ausdauer        > 2-6 mmol/l Laktat (oder GAII bzw. BZ 3/4)
  • Anaerob-aerobe Ausdauer         > 6-10 mmol/l Laktat (oder GAII intensiv bzw. BZ 5)
  • Anaerobe Ausdauer                    > 10 mmol/l Laktat (oder WA/SA bzw. BZ 6/7)
Schematische Darstellung des aerob-anaeroben Übergangs (grauer Bereich). Laktat-Leistungskurve (oben) und Ventilation (unten) bei ansteigender Belastungsintensität. AeS: aerobe Schwelle; IAS: individuelle anaerobe Schwelle; VT1: ventilatorische Schwelle 1; VT2: ventilatorische Schwelle 2 (respiratorischer Kompensationspunkt) (nach Kindermann, 2004, S.161)

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