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Begriff

Springen

Springen (diving), Bewegungsform, die sich beim Menschen bereits vom 1.-3. Lebensjahr ausbildet. Durch Üben können 8-9jährige selbst relativ schwierige Bewegungsformen wie Dreierhop, Dreisprung, Stützsprünge und gemischte Sprünge erlernen und – was wichtig ist – mit Begeisterung! (Kliche, 1970).

Für den Schwimmer ist das Springen in das Wasser eine der schwimmerischen Grundfertigkeiten, die wesentlich zur Erhöhung der Wassersicherheit beiträgt, ferner werden Mut, Entschlusskraft und Selbstüberwindung (Selbstbefehle) gefordert. Nach der ersten Überwindung sind die Kinder kaum zu bremsen. Beim Springen muss der Trainer besonders die Übersicht behalten. Den Kindern sind klare Regeln zu vermitteln, wo, wie und wann gesprungen und wohin nach dem Auftauchen geschwommen wird. Je nach Schwierigkeit des Sprunges ist auf die erforderliche Wassertiefe zu achten. Das ist besonders bei Kopfsprüngen der Fall (mindestens 1.60m, besser ab 1,80m).

Im Sportschwimmen fokussiert sich das Springen auf den Startsprung mit entsprechender athletischer Vorbereitung (Sprungreihen, Sprungtest usw.). Die Sprungkraft ist besonders im Sprint wichtig. So liegen gute Sprinter mit ihrer Sprunghöhe im Bereich der Basket- und Volleyballer.

Wasserspringen ist als olympische Disziplin im DSV eine eigenständige Fachsparte mit den Disziplinen Kunstspringen (1und 3m Brett), Turmspringen (5/7,5/10m) und Synchronspringen (3m Brett, 10m Turm).

Mehr zum Thema

  • LiteraturZahlreiche Übungsvarianten in: Bucher (2002) und Durlach (1998 Zur Quelle
  • VideoVideo youtube.com

Quellen

  • Durlach, F.-J. (1998). Erlebniswelt Wasser. Schorndorf: Hofmann Zur Quelle
  • Kliche, D. (1970). Untersuchungen zur Bewegungsgenauigkeit bei sportlichen Handlungen 8- bis 9jähriger Schulkinder. Diss. Greifswald Zur Quelle

Verwandte Begriffe

  • BewegungsformGestalt, Art und Weise einer Bewegung, z.B. gehem, laufen, schwimmen …
  • DreierhopSprungserie zur Kontrolle des horizontalen Sprungvermögens.
  • WassersicherheitSicherer, d.h. Gesundheit und Leben nicht gefährdender Aufenthalt im …
  • Mut„bereitwillig etwas wagen, wozu man für gewöhnlich Angst hat“ (Wikipedia) und damit für die …
  • EntschlusskraftAls Komponente der komplexen psychischen Steuerungsfähigkeiten die Fähigkeit …
  • Selbstbefehle/Selbstinstruktion (self-commands), Variante des "verbalen Trainings": kurze …
  • TrainerEngl. to train „ausbilden“; im Amerikanischen bezieht sich der Begriff auf den …
  • RegelLat. regula „Maßstab, Richtschnur“; Norm, Vorschrift, Richtlinie …
  • GrundfertigkeitenAllgemein die in einer Kultur von Familie …
  • Vielseitigkeit„komplexe Eigenschaft eines Menschen im Sinne von disponiblen Verhaltens- und …
  • WassergewöhnungVertraut werden mit dem Medium Wasser als Voraussetzung des …
Überarbeitet am 23. August 2026Autor: Klaus Rudolph

Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2026). Springen. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/springen/ (abgerufen am 5. November 2026).