Anspruchsniveau (level of aspirationl), Schwierigkeitsgrad einer erwarteten Leistung, der aus den inneren Wertmaßstäben des Menschen erwächst und dessen Realisierung als Erfolg oder Misserfolg erlebt wird. Durch Erfolge kann das Anspruchsniveau steigen, durch Misserfolge fallen. Exzellenz drückt sich darin aus, dass das Anspruchsniveau nahezu kontinuierlich angehoben wird, dass bestehende Leistungsgrenzen umgehend wieder in Frage gestellt werden, ...
Mannschaftsatmosphäre (team spirit), Stimmung und Klima in einer Mannschaft, die stark vom gemeinsamen Ziel (z.B. Aufstieg in die DMS-Bundesliga) und von Traditionen bestimmt werden. Im Gegensatz zu anderen Sportarten sind Mannschaften im Schwimmen in der Regel kurzlebige Gebilde (Vorbereitung auf einen Wettkampf) und einer ständigen Fluktuation unterworfen. Gemeinsame Maßnahmen (Lehrgänge) scheitern oft an der individuellen ...
Individualisierung (individualization), von lat. individuum „Unteilbares, ‚Einzelding“; in der Soziologie der Übergang des Menschen (→Individuum) von der Fremd- zur Selbstbestimmung. Der deutsche Philosoph und Pädagoge Herbart erklärte bereits 1807, dass die Verschiedenheit der Köpfe beim Lernen in Gruppen Differenzierung unverzichtbar macht. Das setzt voraus, den Schüler nicht als Objekt zu sehen, sondern als Subjekt zu ...
Selbstwert(-gefühl) (self esteem) → Selbstvertrauen
Selbstwahrnehmung (self-perseption) →Selbstbild
Selbstverwirklichung (self implementation), Verwirklichung der eigenen Lebensvorstellungen bei Ausschöpfung des eigenen Potentials an Fähigkeiten. Die Selbstverwirklichung wird in der Psychologie als „grundlegende Kraft“ des Menschen betrachtet. Maslow setzte sie in seiner Bedürfnispyramide an oberste Stelle. Sie ist aber nicht mit Egoismus zu verwechseln, sondern stützt sich eher auf Individualität, Eigenverantwortung und Selbstwertstreben, denn sich selbst ...
Selbstvertrauen (self-confidence), Einstellung zu sich und der eigenen Leistungsfähigkeit, die je nach Erfahrung und Wissen sowie zu realisierender Aufgabe positiv (Selbstachtung), übersteigert (Selbstüberschätzung) oder auch zu gering (Minderwertigkeitsgefühl) sein kann. Dabei spielen in der frühkindlichen Entwicklung erfahrene soziale Beziehungen eine große Rolle. →Selbstbild, →Selbstwertstreben Die Sportpraxis zeigt, dass stabiles Selbstvertrauen vorrangig aus erlebter Leistungsstärke in ...
Selbstmotivierung (motivationsbezogene Selbstbeeinflussung) (self motivation), Selbstmotivation, inzwischen zum Schlagwort vieler „Psycho-Gurus“ in der Wirtschaft avanciert, ist auch für das Vollbringen hoher sportlicher Leistungen bedeutsam. Eine hohe Selbstmotivation bedeutet, mit Spaß und Freude die Dinge anzugehen und einen Sinn in der Tätigkeit zu sehen oder in Anlehnung an Albert Schweitzer, wenn Du die Arbeit liebst, dann ...
Selbstkongruenz (self congruence), lat. congruentia „Übereinstimmung“; auch „Selbstaufrichtigkeit“, „Stimmigkeit“. In der Psychologie die Übereinstimmung zwischen Gefühlen und Anschauungen mit dem Handeln und Verhalten als wichtige Voraussetzung einer vertrauensvollen Kommunikation. Der Begriff wurde in der Pädagogik/Sozialpsychologie populär durch den Psychotherapeuten Carl Rogers. Danach sollte sich der Pädagoge nicht hinter Fassaden, Rollen und Floskeln verstecken, sondern sich ...
Selbstironie (self-ionization), Humor, der an sich selbst gerichtet ist (über sich selbst lachen können). Eine Möglichkeit Pannen zu überbrücken, Ernst aus einer Sache zu nehmen und somit einen möglichen Eklat zu verhindern. Entscheidend dabei kann die Körpersprache sein, da Selbstironie auch missverstanden werden kann. →Ironie, →Kommunikation. Im Trainerjob ist Selbstironie ein wichtiges Element der Sozialkompetenz, denn ...