Altruismus

16. März 2017 A 0

Altruismus (altruism), lat. alter „der Andere“; Rücksichtnahme auf andere im Gegensatz zum Egoismus (wenn es ehrlich gemeint ist), die sich in Selbstlosigkeit, Uneigenützigkeit und Hilfsbereitschaft zeigt. Altruistisches Verhalten ist in der Sozialpsychologie an die Bedingungen geknüpft, für den Hilfeempfänger eine Wohltat zu sein, die absichtlich, freiwillig und ohne „Belohnung“ erfolgt (DORSCH 2004). Altruismus zu leben ist schwer in einer Gesellschaft, in der Eigennutz vor Gemeinnutz kommt. Soziobiologen haben festgestellt, dass eine Art oder eine Gruppe umso höhere Überlebenschancen hat, je häufiger sich die Gruppenmitglieder hilfsbereit, fürsorglich und selbstlos verhalten (https://www.psychologie-heute.de/archiv/detailansicht/news/auch_ein_altruist_braucht_mal_hilfe/).

Exkurs: Im Alltag begegnet uns öfter ein Verhalten, das als scheinbarer Altruismus bezeichnet wird. Hierbei wird unter dem Tarnmantel der Selbstlosigkeit der eigene Vorteil versteckt. Oft schlägt diese „Hilfe“ beim Betroffenen ins Gegenteil um, weil er sich manipuliert fühlt. Dann erregt Uneigennützigkeit Verdacht wie jeder Sonderling, der sich uns unerwartet nähert (Emanuel Wertheimer). Der Ertrinkende wird nicht nach der Motivation des Retters fragen. Es ist davon auszugehen, dass die zahlreichen freiwilligen Helfer 2014/15 die Flüchtlinge nicht nur freudig empfangen, sondern das mit einer inneren Befriedigung verbunden haben. In dem Sinne kann Geben und Nehmen zwei Gewinner haben.

„Selbstlosigkeit ist ausgereifter Egoismus“ Oscar Wilde (1854-1900) Irischer Dramatiker

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