Kurzzeitgedächtnis

10. Juni 2017 K 0

Kurzzeitgedächtnis (STM) (short-term memory), das aktivierte Gedächtnis, das einige Informationsinhalte für kurze Zeit festhält wie z. B. die Ziffern einer Handynummer. Die Speicherdauer beträgt angeblich 20 Sekunden, alles darüber wird bereits dem Langzeitgedächtnis zugeordnet. Das Aufnahmevermögen ist begrenzt und liegt bei 7 Informationseinheiten. Bei der begrenzten Kapazität filtert das Kurzzeitgedächtnis Wichtiges von Unwichtigem, was nicht immer so klappt. „Das Kurzzeitgedächtnis ist kein Chip auf den Informationen kurzfristig eingeschrieben und wieder gelöscht werden, sondern ein Neuronenschaltkreis, in dem bestimmte eingegangene Informationen für eine bestimmte Zeit kreisen und langsam – innerhalb von 24 Stunden – wieder verblassen und schließlich ganz verschwinden, wenn sie nicht wiederholt und verstärkt werden“ (http://www.gehirnlernen.de/lernen/grundlagen-des-lernens/explizites-lernen/ -Zugriff am 24.08.2016).

Exkurs: „Kurzzeit-Gedächtnis ist Wiedergabe ohne Einprägung, Langzeitgedächtnis ist Wiedergabe auf Grund von Einprägung. Wenn man will, kann man statt von Einprägung von Speicherung sprechen. (…) Der Begriff Kurzzeit-Gedächtnis wäre entbehrlich, weil die Annahme eines eigenen Kurz-Speichers mit begrenzter Kapazität nicht bewiesen und überdies überflüssig ist. Man wird diesen Begriff aber nicht mehr aus der Psychologie verbannen können – halbrichtige verwirrende Begriffe mit Schlagwortcharakter halten sich mit erstaunlicher Kraft. Wenn man ihn verwendet, dann am besten in der Bedeutung Gedächtnis ohne Einprägung“ (Rohracher, 1984, S. 276)

Quelle: http://lexikon.stangl.eu/3988/kurzzeitgedaechtnis/© Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik

Im motorischen Lernprozess ist es wichtig, die noch frischen Spuren im Bewegungsgedächtnis zu nutzen. Deshalb sollten Hinweise, Korrekturen usw. in „einem Zeitraum erfolgen, in dem der Sportler in der Lage ist, die angebotenen, zusätzlichen Informationen mit den eigenen Informationen zu vergleichen oder in Verbindung zu bringen. Das betrifft die Verweilzeit der Informationen im Kurzzeitgedächtnis, die normalerweise etwa 10 Sekunden beträgt.“ (Meinel & Schnabel, 2007, S.186).

 

„Das Kurzzeitgedächtnis ist pragmatisch, das Langzeitgedächtnis symptomatisch.“ Michael Wollmann (*1990), Philosoph und Aphoristiker

 


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