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Begriff

Herzrhythmusstörung

Herzrhythmusstörung (HRST) (cardiac rhythm disturbance), Abweichungen vom normalen Herzrhythmus (Sinusrhythmus), die in Form von harmlosen Extrasystolen bei 75% Herzgesunder vorkommen, als Herzkammerflimmern aber häufig zum Tode führen. Eine HRST kann mannigfaltige Ursachen haben, wie z.B. zu hoher Blutdruck, Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße, Herzklappenfehler,  Herzmuskelentzündung, Herzinfarkt, ein krankhaft geschwächtes Herz oder Mineralstoffmangel bis zu psychischen Faktoren. Aber auch eine Überdosis an Koffein kann das Herz aus dem Rhythmus bringen (Achtung! Energy-Drinks). Symptome können sein: Herzklopfen, Herzrasen, Schwindel, unregelmäßiger Pulsschlag,  Kollaps oder Ohnmachtsanfälle. Gefährlich werden Taktstörungen des Herzschlags immer, wenn sie zu einem drastischen Absinken der Pumpleistung führen. Im Extremfall zuckt der Herzmuskel nur noch unkoordiniert (Kammerflimmern).

Mehr zum Thema: http://www.gesundheit.de/krankheiten/herz/herzrhythmusstoerungen/herzrhythmusstoerungen-wenn-das-herz-aus-dem-takt-geraet – Zugriff 11.07.2019

Bei den meisten Todesfällen im Sport liegt eine bis dahin nicht erkannte bzw. bekannte Herzerkrankung zugrunde. Das Risiko für einen plötzlichen Tod beim Sport steigt jenseits des 35. Lebensjahrs deutlich an, bevorzugt bei Männern (→Todesfälle im Sport). Deshalb sind bis in den Bereich der Masters regelmäßige internistisch-kardiologische Untersuchungen erforderlich. Besonders Ausdauersportler neigen zu bradykarden Herzrhythmusstörungen (Abfall des Ruhepuls bis unter 30 Schläge/min). Schwimmen kann durch vermehrte Katecholaminausschüttung und Blutvolumenbelastung im Thorax HRST verursachen. Deshalb sollte bei Neigung zu HRST auf Schwimmen verzichtet werden (Rost, 2002).

Mehr zum Thema: https://www.allgemeinarzt-online.de/archiv/a/herzrhythmusstoerungen-fuer-leistungssportler-besonders-gefaehrlich-1996165 – Zugriff 11.07.2019

 

Quellen

  • Rost, R. (Hrsg.) (2002). Lehrbuch der Sportmedizin. Köln: Deutscher Ärzte Verlag Zur Quelle

Verwandte Begriffe

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  • MineralstoffeAls Nährstoffe anorganische, lebensnotwendige Baustoffe des Skeletts …
  • KoffeinStickstoffverbindung auf Pflanzenbasis mit stimulierender (gegen Müdigkeit) und leicht …
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  • Elektrokardiogramm(electrocardiogram), griech. kardia „Herz“; Herzstromkurve …
  • Erregungsleitungssystem des Herzens…
  • ExtrasystoleVorzeitige Kontraktion des Herzens oder seiner Teile durch anormale …
Überarbeitet am 25. Mai 2017Autor: Klaus Rudolph

Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Herzrhythmusstörung. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/herzrhythmusstoerung/ (abgerufen am 4. November 2026).