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Begriff

Medikament

Medikament (medicine), lat. medicamentum „Heilmittel, Arznei“; Arzneimittel bei bestimmter Dosierung zur Heilung, Vorbeugung oder Diagnose einer Krankheit (doccheck).

Viele Sportler meinen noch, mit zum Teil rezeptfreien Medikamenten ihre Leistung und ihr Befinden beim Sport verbessern zu können. Die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention verweist darauf, dass das wissenschaftlich nicht gesichert und deshalb zu unterlassen ist. Bei Schmerzen sollte in jedem Fall zunächst ein Arzt (Sportarzt) aufgesucht werden, um Verletzungen auszukurieren. Wer trotzdem Sport treibt, riskiert langfristige Schäden. Wundermittel bei Verletzungen gibt es nicht. Auch Spitzensportler müssen später gesundheitliche Beeinträchtigungen hinnehmen, wenn sie bei Verletzungen schnell und oft mit Schmerzmitteln wieder auf dem Platz oder der Laufbahn stehen (s. http://www.dosb.de/de/leistungssport/anti-doping/news/detail/news/medikamentenmissbrauch_im_sport_weit_verbreitet/). Zudem hat sich jeder Kaderathlet zu vergewissern, dass Arzneimittel, Supplemente oder sonstige Präparate, die er einzunehmen gedenkt, keine verbotenen Wirkstoffe enthalten. Dazu sollte in die aktualisierte Dopingliste der Nada eingesehen werden: https://www.nada.de/nationale-anti-doping-agentur-deutschland/ – Zugriff 21.06.2020.  →Medikamentenmissbrauch

Eine Studie zum Gebrauch erholungs- und leistungsfördernder (ergogener) Substanzen ergab, dass Alkohol, Cannabis, Tabak (Nikotin) und verschriebene Opioide und Stimulanzien die am häufigsten konsumierten Substanzen bei Elitesportlern sind. Sie werden jedoch im Allgemeinen in geringeren Raten konsumiert als bei Nichtsportlern. Im Gegensatz dazu sind die Konsum-/Missbrauchsraten für Binge-Alkohol („Rauschtrinken“), oralen Tabak, nicht verschriebene Opioide und anabol-androgene Steroide bei Sportlern höher als bei Nicht-Sportlern, insbesondere bei Kraft- und Kollisionssportarten. Cannabis/Cannabinoide scheinen Nikotin als zweithäufigste konsumierte Substanz abgelöst zu haben (McDuff et al. 2019).

 „Die meisten Menschen sterben an ihren Medikamenten und nicht an ihren Krankheiten.“ Jean Moliere (1622-1673) frz. Dramatiker

Mehr zum Thema

  • WebMedikament flexikon.doccheck.com · Zugriff 21.06.2020

Quellen

  • McDuff, Stull, Castaldelli-Maia, Hitchcock, Hainline & Reardon (2019). Recreational and ergogenic substance use and substance use disorders in elite athletes: a narrative review. British Journal of Sports Medicine (53)12, 754-760 Zur Quelle

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Überarbeitet am 21. Juni 2020Autor: Klaus Rudolph

Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2020). Medikament. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/medikament/ (abgerufen am 2. November 2026).