Nikotin

24. Januar 2021 N 0

Nikotin (nicotine), aus der Tabakpflanze gewonnener Stoff, der in kleinen Mengen kurzfristig aktiviert, Reaktionszeit und Konzentration verbessert, in größeren Mengen Blutdruck und Cholesterinspiegel erhöht. Nikotin zählt neben Alkohol als Volksdroge Nr.1. Durch die stärkere Ausschüttung von Adrenalin und Noradrenalin wirkt es anregend und führt zur Abhängigkeit. Es wird in Deutschland ausschließlich durch Rauchen zugeführt, das zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Atemwegserkrankungen (→Atemweg) und Durchblutungsstörungen der Beine führt. Beim Raucher sind 10% des Hämoglobins durch Kohlenmonoxid blockiert und fallen für den Sauerstofftransport aus. →Stimulans

Rauchen und Sport vertragen sich nicht. Training und Wettkampf sind rauchfreie Zonen. Selbst wenn wir unsere Sportler zum Nikotinverzicht anhalten, sollten wir bedenken, dass die Hälfte der Kinder in der BRD in Raucherhaushalten lebt und somit Passivraucher ist (KiGGS 2007).

 Exkurs:  Sportler konsumieren zunehmend stark süchtig machende, Nikotin enthaltende, orale Tabakprodukte (Kautabak, „Snus“), die als „geistige und körperliche Booster“, „Entspannungsmittel“ und sogar als „Appetitzügler“ angeboten werden. Diese zeigen schwerwiegende negative Auswirkungen auf die Gesundheit. Ein Nutzen für die körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit konnte weder mit „Snus“ (Kasper & Close, 2020), noch anderen Nikotinsupplementen nachgewiesen werden (Mündel et al. 2019). Im Gegenteil wird eher die Leistungsfähigkeit sowohl in aeroben als auch in anaeroben Sportarten gemindert (Coker et al. 1996).

„Rauchen ist aktive Sterbehilfe für sich selbst.“ Manfred Hinrich (1926-2015) deutscher Philosoph, Journalist

Mehr zum Thema: https://www.dkfz.de/de/tabakkontrolle/download/Publikationen/FzR/FzR_Sport_und_Rauchen_ein_Widerspruch.pdf Zugriff 24.01.21

 


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