Noradrenalin

25. Januar 2021 N 0

Noradrenalin (noradrenaline), Hormon aus der Gruppe der Katecholamine, dessen Synthese sowohl in den Vesikeln der Nervenendigungen von Neuronen, die Noradrenalin als Neurotransmitter freisetzen, als auch im Nebennierenmark erfolgt. Zusammen mit Adrenalin zählt es zu den Stresshormonen. Noradrenalin verengt die Blutgefäße und steigert damit den Blutdruck. Als Neurotransmitter steuert es über das Zentralnervensystem Aufmerksamkeit oder Wachsamkeit. Weiterhin kann es die Herztätigkeit beschleunigen, Glukose freisetzen, die Muskulatur stärker durchbluten und die Schmerzempfindlichkeit vermindern. Als „Wuthormon“ ist es zusammen mit Adrenalin Basis von Affekthandlungen („Flight und Fight-Hormone“).

Indem Noradrenalin die Energiebereitstellung steigert (u.a. Nakamura et al. 2020) und als Transmitterreserve den Sympathikus unterstützt, beeinflusst es die sportliche Leistungsfähigkeit (Prado 1997). Ausdauertraining senkt die Ruhewerte von Noradrenalin im Blutplasma (Strobel 2002, s.u.). Bei Eliteschwimmern erwies sich Noradrenalin als ein Wiederherstellungsmarker nach intensivem Training (Hooper & MacKinnon, 1998). Bei Schwimmern wurden 2-4 Wochen vor dem Auftreten von Überlastungssymptomen niedrige Urin-Noradrenalinausscheidung beobachtet (Traeger Mackinnon et al. 1997). Von den Katecholaminen steht nur Adrenalin namentlich auf der Dopingliste  und zwar unter der Gruppe  Stimulanzien mit dem Zusatz, dass lokale Anwendungen (z.B. in Nasensprays oder Augentropfen) erlaubt sind.

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