Reaktionszeit

03. Juli 2017 R 0

Reaktionszeit (reactio time; response time), Zeit zwischen Reizsetzung und Reaktion, die individuell sehr unterschiedlich ausfällt. Angeblich ist die Geschwindigkeit, mit der ein Mensch Informationen verarbeitet, ein Maß für die Intelligenz (Hicksches Gesetz).

Im Schwimmwettkampf wird der „Startreiz“ zumeist durch ein akustisches Signal (Hubton, Schuss oder Pfiff) ausgelöst. Die Reaktionszeit geht maßgeblich in die Blockzeit mit ein und liegt im Mittel bei 0,13-0,17 s. (Weineck, 2002). Zaciorskij (1977) nennt fünf Komponenten der Reaktionszeit:

  1. Auftreten einer Erregung im Rezeptor (Signal),
  2. Überführung der Erregung auf das Zentralnervensystem,
  3. Übergang des Reizes in die Nervennetze und Bildung des effektorischen Signals (→Effektor),
  4. Eintritt des Signals vom Zentralnervensystem in den Muskel,
  5. Reizung des Muskels mit Auslösung einer mechanischen Aktivität (Bewegungshandlung).

Ein Teil davon wird als Latenzzeit bezeichnet. Diese Vorgänge sind sowohl anlagebedingt (→Reaktionsfähigkeit), können aber auch durch Reaktionstraining verbessert werden, wobei eine isometrische Vorspannung die Reaktionszeit begünstigt (Entyre & Kinugasa, 2002), wie auch allgemeines Aufwärmen (Rosenbaum & Hennig, 1997). Lepretre et al. (2014) verweisen auf die Bedeutung von visuellen und auditiven Stimuli verbunden mit plyometrischen trainingsinduzierten neuromuskulären Anpassungen.

 

Mehr zum Thema: http://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/reaktionszeit/12540


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