Blockzeit

04. September 2020 B 0

Blockzeit (block time), Zeit beim Start im Schwimmen zwischen dem (elektronischen) Startsignal und dem Lösen der Füße vom (elektronischen) Startblock, die ein Ausdruck der Reaktionsschnelligkeit/fähigkeit des Schwimmers ist. Sehr gute Blockzeiten liegen unter 0,7 (Rücken 0,6) Sekunden und fallen mit zunehmender Streckenlänge etwas ab. Signifikante Unterschiede in der Blockzeit zwischen Greif – und Schrittstart lassen sich bis dato nicht nachweisen. Einzelanalysen ergaben mit beiden Varianten sehr kurze Blockzeiten von 0,60 s– 0,65 s (Graumnitz, Küchler & Drenk, 2007). Auch wenn die Blockzeit nur zu etwa 3% an einer Leistung über 50m Freistil beteiligt ist, so ist zu beachten, dass Eliteschwimmer nur 1,12% der Endzeitleistung im 50-Meter-Freistil jährlich verbessern, weshalb eine stete Verbesserung besonders im Sprintbereich (Valvassori et al. 2017) und für Staffeltraining (Saavedra et al. 2014) empfohlen wird

Ein Vergleich der Blockzeiten der Weltmeisterschaften von 2015 zu 2001 zeigt folgende Tendenz:

  • Die Schwimmer reagieren etwas schneller als die Schwimmerinnen (bestätigt von Valvassori und Saavedra et al. s.o.; Garcia-Hermoso et al. 2013)
  • Die Blockzeiten haben sich in dem Zeitraum von 14 Jahren signifikant verbessert (verbesserte Kraft, mehr „race-pace“-Training?)
  • Die Blockzeiten werden mit zunehmender Streckenlänge größer (Muskelfaserstruktur?)
Mittlere Blockzeiten in Sekunden bei den WM 2015 zu 2001 (Finale) (Rudolph auf Basis Omega-Zeitmessung, 2016)

Exkurs: Die Auswirkungen wahrnehmungs-kognitiven Trainings mit Neurotracker (NT 3D MOT-Training) auf die exekutiven Hirnfunktionen von Spitzensportlern konnten Snowden et al. 2020 auch bei Schwimmern nachweisen, deren Reaktionszeit sich nach 5-wöchigem Training signifikant verbesserte.


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