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Begriff

Schätzskala

Schätzskala (estimational scala), Schätzverfahren aus der empirischen Sozialforschung, wonach Eigenschaften eines Gegenstandes oder das Verhalten von Personen/Gruppen nach drei- bis siebenstufigen Zuordnungsskalen (Ratingskala) eingestuft werden (z.B. sehr gut – gut –  normal – schlecht – sehr schlecht). Da der Ausprägungsgrad eines beobachteten Verhaltens eingeschätzt wird, ist das Verfahren sehr subjektiv belastet (s. Kampfrichterurteile). Um den Beobachter durch die Bewertungsleistung nicht zu stark zu belasten, werden Schätzskalen in aller Regel in Kombination mit Zeichen- und Kategoriensystemen eingesetzt.

Im Sport werden Schätzskalen angewendet, wenn Ergebnisse nicht gemessen werden können (z.B. Wasserspringen) oder bestimmte Trainingswirkungen (→Borg-Skala) bzw. Persönlichkeitseigenschaften beurteilt werden sollen.

 

Verwandte Begriffe

  • Forschung, empirischeGriech. empeiría „Erfahrung“ …
  • VerhaltenDer Verhaltensbegriff wird in den einzelnen Wissenschaften unterschiedlich definiert.
  • RatingskalaVon engl. rating "Bewertung, Einschätzung".
  • SportAus engl. Kurzform für disport „Zerstreuung“, „Vergnügen“ …
  • BORG-SkalaNumerische Skala von 1-20 (bzw. 1-10) zur Erfassung des Anstrengungsempfindens.
  • Persönlichkeitsanalyse/-diagnose (personality diagnosis) …
  • SkalierungLat. scalae ‚Leiter‘,,Treppe‘; allgemein Zuordnen nach Größe …
Überarbeitet am 24. Juli 2017Autor: Klaus Rudolph

Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Schätzskala. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/schaetzskala/ (abgerufen am 31. Oktober 2026).