Auftrieb

16. März 2017 A 0

Auftrieb (lift), psychologisch für Aktivität, Schwung. In der Physik die entgegengesetzt zum Körpergewicht wirkende Kraft.

Der Schwimmer erfährt statischen und dynamischen Auftrieb. Der dynamische Auftrieb tritt auf, wenn sich der Schwimmer bewegt oder angeströmt wird. Er führt zu der günstigen hohen Wasserlage. Der optimale Anstellwinkel („Gleitbootlage“) liegt bei einem Winkel von α= 0-15°. Der Auftrieb ist eine grundsätzliche Erfahrung für den Anfänger im Bewegungsraum Wasser und sollte durch entsprechende Bewegungsaktionen geschult werden (Beispiele bei Reischle 2015, S.25). Der Auftrieb unterliegt auch anthropometrischen Einflussfaktoren. Ein relativ leichter Körper schwimmt gut, wohingegen ein menschlicher Körper mit höherer Dichte einen größeren Anteil der Gesamtenergie benötigt, die gegen die Schwerkraft ausgegeben wird. Das erklärt u.U. die relativ schwachen Leistungen afrikanischer Schwimmer gegenüber Läufern (Ghesquiere & Karvonen 1971).

Exkurs: Auftriebsübungen (Gleiten, Schweben) sind zwar eine wichtige Erfahrung in der Entwicklung des Schwimmers, sind aber nicht die besten Techniken, um das hydrostatische bzw. hydrodynamische Profil des Schwimmers zu beurteilen (Barbiosa et al. 2012). Die Verbesserung der Leistung durch Tragen von Ganzkörperanzügen steht nicht im Zusammenhang mit einem besseren statischen Auftrieb (Cortesi et al. 2010).


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