Empathie

12. April 2017 E 0

Empathie (empathy), griech. Wurzel path „leiden, fühlen“; Einfühlungsvermögen, bedeutende Fähigkeit sozialer Kompetenz, das Vermögen, sich in andere Menschen und deren Situationen  hineinzuversetzen (emotionale Intelligenz).

Junge Sportler führen heißt, auf sie zuzugehen, Verständnis für ihre Probleme und Sorgen zu zeigen. Die Sportler wissen das zu schätzen. Das stärkt die Akzeptanz des Trainers, seine Führungsrolle und damit die Geschlossenheit der Trainingsgruppe (Gruppenkohäsion).. Somit ist Empathie im Rahmen der Betreuung der Sportler mehr als „nur“ mitzufühlen, sie ist „mehr Kompetenz denn gezeigte Haltung“ (Klingen, P.: http://www.fssport.de/texte/klingen5.pdf).  Empathie heißt aber nicht, für alles und jedes Verständnis zu zeigen und schließt eine konsequente Führung nicht aus.

Da besonders der Schutz junger Sportler oberste Priorität besitzt, sollte der Trainer sich als deren Anwalt fühlen und Empathie für Situationen und Abläufe entwickeln, sich in die Gedanken der Sportler hineinversetzen, versuchen Gefahren vorausschauend zu erkennen und Risiken zu vermeiden.

„In Wirklichkeit ist der andere Mensch dein empfindlichstes Selbst in einem anderen Körper“. Khalil Gibran, libanesisch-amerikanischer Maler, Philosoph und Dichter (1883-1931)

Exkurs: Eine Ursache der Erfolge des bekannten Trainers der schwedischen Handballer Johansson war, dass er die Spieler respektierte, sie schätzte, mit ihnen im Gespräch blieb, auf sie hörte und unterstützte. Er hat gezeigt, wie Wettbewerbsfähigkeit, Engagement und harte Arbeit neben Mitgefühl, Empathie, Beteiligung und Fürsorge zusammenwirken (Annerstedt & Lindgren, 2014).

Mehr zum Thema:Welke, M. (2017). Empathie in der Trainerkommunikation. Der Schlüssel zur Leistungsmotivation. Leistungssport (47)3, 11-16


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