Gruppenkohäsion

21. Mai 2017 G 0

Gruppenkohäsion (group coherence), lat. cohaerere „zusammenhängen“; Zusammenhalt der Gruppe („Wir-Gefühl“), →Gruppentraining, →Gruppenklima, →Gruppenstruktur

Lau & Stoll (2007, S.157) untersuchten den Einfluss von Geschlecht, Qualifikation (Könner vs. Novizen) und Alter auf den Zusammenhalt der Gruppe. Danach spiele das Geschlecht keine Rolle, die Zugehörigkeitsdauer zum Team beeinflusst die Kohäsion nicht und die Sportart spielt keine signifikante Rolle. Zum Zusammenhang von Kohäsion und Leistung stellen die Autoren fest, dass es zwar verschiedene Studien gibt, diese aber kaum vergleichbar sind und die Ergebnisse sehr weit auseinanderklaffen. Festhalten lässt sich aber, dass die Korrelation bei Frauen und in kleineren Gruppen höher ist als bei Männern bzw. bei größeren Gruppen. Obwohl die Entwicklung eines Athleten untrennbar mit den Gruppen verbunden ist, denen er angehört (Eys et al. 2017) ist allein hohe Gruppenkohäsion nicht zwingend für hohe Gruppenleistungen ausschlaggebend. Dieser vereinfachende Zusammenhang der Humans-Relations-Bewegung gilt heute als überholt (Wikipedia). Entscheidend ist inwiewiet die Gruppe die Leistungsziele verinnerlicht. Erfolge des Teams wirken sich positiv auf die Gruppenkohäsion aus (Nagel & Schlesinger 2008).

 


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