Endorphine

12. April 2017 E 0

Endorphine (endorphins), zusammengesetzt aus endogen („von innen“) und Morphin (Alkaloid, Rauschgift);  Neuropeptid, das als Neurotransmitter fungiert und ähnlich Morphium schmerzlindernd wirkt, weshalb es bei Stress und großen Schmerzen vermehrt ausgeschüttet wird.

Die Endorphin-Hypothese postuliert eine verstärkte Freisetzung von Endorphinen während und nach sportlichen Aktivitäten. So war nach einem 25km-Schwimmwettkampf Beta-Endorphin (ßE) signifikant erhöht (Karamouzis et al. 2001). Diese These gründet sich vor allem auf Aussagen von Langstreckenläufern (runner’s high“). Die daran geknüpften Erwartungen sind aber für die Mehrheit der Sporttreibenden nicht haltbar (Singer, 2000). Nach neueren Studien können die im Blut ausgeschütteten Endorphine die Blut-Hirn-Schranke nicht passieren und damit auch nicht den beschriebenen Effekt auslösen. Dieser „Rausch-Effekt“ wird eher Cannabis-ähnlichen Substanzen, die vom Körper selbst produziert werden (lipophilen Endocannabinoiden) zugeschrieben (http://www.welt.de/wissenschaft/article147240877/Wenn-Sportler-beim-Laufen-reines-Glueck-erleben.html Zugriff 18.02.2019).

Verschiedene Modalitäten der Physiotherapie können den Endorphinspiegel im Serum oder in der Liquorflüssigkeit beeinflussen, in der Regel mit möglicher Schmerzlinderung verbunden. Jedoch kann ein kausaler Zusammenhang zwischen der Erhöhung des Beta-Endorphin (ßE)-Spiegels von Blut, Rückenmarksflüssigkeit oder Gehirn und dem Beginn der schmerzstillenden Wirkung nicht mit Sicherheit nachgewiesen werden (Bender et al. 2007).

Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Endorphin (Zugriff 18.02.2019)


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