Integration, sensorische

31. Mai 2017 I 0

Integration, sensorische (Sensory processing), lat. integer „unversehrt, ganz“ verallgemeinert „in sich geschlossen sein“, sensorisch „auf die Sinne bezogen“; Verarbeitung sinnlicher Wahrnehmung durch Ordnen der Sinne zu einem geschlossenen Eindruck, z.B. die „Kooperation“ von Vestibularapparat im Innenohr und den Propriozeptoren als Körperreaktion auf die Schwerkraft. Einfacher gesagt ein neurologischer Vorgang, bei dem das Gehirn empfangene Sinnesreize ordnet und somit ermöglicht, dass sich der Mensch der Umwelt anzupassen vermag.  Die sensorische Integration spielt eine zentrale Rolle in der gesamten Entwicklung eines Kindes. Wahrnehmungsstörungen bei Hören und Sehen führen zu verzerrter oder schlechter Sinnesverarbeitung und können die Entwicklung, das Verhalten (besonders beim Spielen und im Umgang mit Gleichaltrigen), das Lernen und das Wohlbefinden beeinträchtigen. Bei Störungen dieser Art (SCSIT-Test für Kinder von 4-8 Jahren) wird die sensorische Integrationstherapie empfohlen. Forschungsergebnisse führen zu Erkenntnissen, dass sensomotorische Trainingsmaßnahmen zu neuronalen Anpassungen führen, welche die koordinativen Voraussetzungen zur Kontrolle der bewegten Gelenke verbessern können (Gisler-Hofmann, T., 2008).

Mehr zum Thema: http://www.praxis-ergotherapie.info/was_ist_sensorische_integration.htm– Zugriff 12.09.2019


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