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Begriff

Ozon

Ozon (ozone), Trisauerstoff (O3) griech. ozein „riechen“; als farbloses, in hohen Konzentrationen stechend riechendes, stark oxidierend wirkendes und gesundheitsschädliches Gas, hier besonders Reizung der Atemwege. Bei einer medizinisch-toxikologischen Beurteilung dieses dreiatomigen Sauerstoffmoleküls muss generell zwischen dem UV-präventiven Ozon in der Stratosphäre und der Ozonbelastung in den bodennahen Luftschichten unterschieden werden. Von entscheidender Bedeutung für das Ausmaß der möglichen Zellmembranschädigung in den Atemwegen und dem Alveolarraum durch Ozoninhalation sind neben der aktuellen Ozonkonzentration vor allem die Atemtiefe und die Expositionsdauer (Dauer des Einflusses). Nach längeren Schönwetterperioden erweisen sich die sogenannten Reinluftgebiete in Höhen über 800 Metern tagsüber und auch nachts als höher ozonbelastet als die benachbarten Talregionen, was bei der Trainingsgestaltung speziell in den Ausdauerdisziplinen wie Berglaufen oder Mountainbiking Berücksichtigung finden sollte. (Betz, 1993) →Asthma

Ab einem Ozonwert von 180 µg/m3 muss gemäß deutsche Verordnung die Bevölkerung über die Gefährdung durch die Ozonbelastung informiert werden. Eine Gefährdung ergibt sich insbesondere bei körperlicher Anstrengung, so dass Hinweise in der folgenden Art gegeben werden: Personen, die „erfahrungsgemäß gegenüber Ozon empfindlich reagieren“, sollen insbesondere ungewohnte und starke Anstrengungen am Nachmittag im Freien vermeiden. Zum Teil werden „sportliche Ausdauerleistungen“ konkret benannt. (Bundesumweltamt). Das betrifft besonders →Langzeitausdauerbelastungen.

Quellen

  • Betz, P. (1993). Ozonbelastung im Sport - ein Gesundheitsrisiko? Ausdauersportarten besonders betroffen. Therapiewoche / TW-Sport + Medizin, 5, S. 249-251 Zur Quelle

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Überarbeitet am 25. Juni 2017Autor: Klaus Rudolph

Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Ozon. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/ozon/ (abgerufen am 6. Oktober 2026).