Begriff: Sportmotorik
Sportmotorik
Sportmotorik (sport motorics), wesentlicher Teil der Bewegungslehre, bezogen auf die Motorik als Handlungsfeld des Sports. Als integrative Wissenschafts- und Lehrdisziplin widmet sich die Sportmotorik bei vorrangig funktionaler Betrachtungsweise Fragen zur Sinnhaftigkeit und zu Zweckbeziehungen der Bewegungsformen. Sie verbindet die Außen– und Innensicht der Bewegungen und liefert ein wissenschaftliches Fundament zu deren Verständnis. In der modernen Lehrdisziplin Sportmotorik werden Grundlagenwissen und -kenntnisse vermittelt, die auf die Gesamtheit aller Mechanismen, Prozesse, Strukturen und Funktionen des menschlichen Bewegungssystems abzielen. Schwerpunkte sind:
- Bewegungshandlung im Alternsgang als Bestandteil der Persönlichkeitsentwicklung (motorische Entwicklung),
- Das kognitive Fundament des Übens und Trainierens (motorisches Lernen),
- Die Begründung und Evaluation (Bewertung, Beurteilung) der Übungs- und Trainingsmethoden.
Wesentliche Forschungsmethode der Sportmotorik sind sportmotorische Tests, mit denen die aktuelle Leistung oder eine Leistungsveränderung sowohl in der sportwissenschaftlichen Forschung als auch in der Sportpraxis gemessen werden kann. Auswahl, Anwendung, Entwicklung und Evaluation sportmotorischer Tests bedingen neben der Berücksichtigung der Testgütekriterien auch die Einordnung in ein Strukturmodell der sportlichen Leistung, um sportmotorische Tests zielgerichtet einsetzen und auf einer theoretisch-inhaltlichen Grundlage interpretieren zu können (Büsch & Utesch 2022).
Mehr zum Thema: Meinel & Schnabel (2007). Bewegungslehre Sportmotorik: Abriss einer Theorie der sportlichen Motorik unter pädagogischem Aspekt. Meyer & Meyer-Aachen
