Innensicht

31. Mai 2017 I 0

Innensicht (inside view), Als Innensicht bezeichnet man aus der Erzählperspektive alle Gefühle und Gedanken einer Person, als Außensicht alle Beschreibungen, die von außen zu sehen sind. Die Begriffe sind in die Bewegungslehre übernommen worden und wichtig für die lehrmethodische Steuerung beim Erlernen von Bewegungen. Die Sportpädagogik hat sich bislang vorrangig der kognitiven Regulation (Außensicht) verschrieben, während die sensomotorischen Prozesse vernachlässigt wurden (Meinel & Schnabel, 2007, S.67). In der Innensicht des Sportlers vermischen sich immer Anteile beider Perspektiven und jede Außensicht des Trainers beruht wesentlich auf dessen Innensicht und Bewegungserfahrung (Lippens, 2003, S.296). Roth (1996) empfahl dem Trainer für das Techniktraining 10 Orientierungen, darunter Kongruenz und verband damit die Übereinstimmung der Innensicht des Sportlers mit der subjektiven Außensicht des Trainers und der objektiven Außensicht des Biomechanikers. Wenn sich die Innensicht zwischen Athlet und Trainer zu Fragen der Qualität unterscheidet, kann das zu Störungen in der Interaktion und Beziehungsgestaltung und zu einer negativen Beeinflussung der langfristigen Leistungsentwicklung des Sportlers führen (Hänsel et al. 2015). Bewegungsvorstellung, →Feedback

Zur Schulung der Innensicht des Schwimmers ist besonders das Bewegungsempfinden zu präzisieren. Dazu sollte der Trainer zu einem Zeitpunkt korrigieren, wenn der Sportler in der Lage ist, diese Hinweise mit den eigenen Erfahrungen zu vergleichen. Geht man von der Verweilzeit von Informationen im Kurzzeitgedächtnis aus, betrifft das etwa 10 bis maximal 40 Sekunden. Also sofort korrigieren! (Meinel & Schnabel, 2007, S. 186)


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