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Pädagogik

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Kindgemäßheit

Kindgemäßheit (child suitability), kindgerecht; Der Begriff „Kindgemäßheit“ ist weit gesteckt und nicht exakt definiert, da „eine Annäherung an diesen nicht eindeutig präzisierbaren Begriff nur situativ und kasuistisch möglich“ sei. Folglich ermöglicht allein die Bezugnahme auf die jeweilige konkrete Handlungssituation eine sinnvolle Debatte über Kindgemäßheit. (Rosenberger, 2004, S.10). Pädagogisches Leitprinzip bleibt dabei die Orientierung am Kind,…

Kindheit

Kindheit (childhoot; infancy), Lebensabschnitt von der Geburt bis zum Übergang in das Jugendalter (Beginn der Pubertät), aber biologisch wegen der unterschiedlichen Wachstumsverläufe schwer einzugrenzen, rechtlich bis Vollendung des 14. Lebensjahres, Um die Entwicklungsaufgaben (→Wachstum, →Lernen) bewältigen zu können ist das Kind frei von der Verantwortung des Erwachsenen (Beruf, →Familie). Durch den Einfluss der Medien (→Gewalt,…

Kleingruppenarbeit

Kleingruppenarbeit (small group work), Form der Teamarbeit, indem Arbeits- oder Lernzusammenhänge in kleineren Gruppen um fünf Personen diskutiert, zusammengefasst und anschließend der Gesamtgruppe präsentiert werden. Vorteile: - Aufnahme sozialer Kontakte - Kontrolle des Lernerfolges frei von Druck und Angst. - mehr Ideen der Gruppe gegenüber dem Einzelnen - aktive Auseinandersetzung mit dem Thema und dadurch…

Koaktion

Koaktion (coaction), lat. coactio »(Geld)eintreibung« zu coactus, cogere »drängen, nötigen, zwingen«; Von Thomas (1992) eingeführter Begriff aus der Kooperation in der Gruppenarbeit. Danach ist Koaktion ein zur gleichen Zeit am gleichen Ort vollzogenes, aufeinander abgestimmtes individuelles Handeln mehrerer Personen, sofern die Handlungsausführung und das Handlungsergebnis des einzelnen nicht oder nur minimal von der Leistung des…

Koedukation

Koedukation (coeducation), lat. con „zusammen“ + educare „erziehen“= „Gemeinschaftserziehung“;  gemeinsames Unterrichten und Erziehen von Jungen und Mädchen, seit 1960 für alle Regelschulen in der BRD verbindlich. Verschiedentlich wird der Begriff auf Rassen und Religionen ausgeweitet. Der Beitrag der Koedukation zur Chancengleichheit der Geschlechter wird als gering eingeschätzt. Teilweise wird die Geschlechtertrennung als sinnvoll betrachtet, wenn…

Kollektiv

Kollektiv (collective), lat. colligere „zusammensuchen“, „zusammenlesen“; Menschen, Sachen oder Konzepte, die zusammengehören. In der Soziologie Lebens- oder Arbeitsgruppe, die gemeinsam bestimmte Ziele anstrebt („spezifische Wertgemeinschaft“). Damit kann der Begriff Kollektiv synonym zu „Team“ gebraucht werden, wenn nicht „das Bewusstsein des Einzelnen durch das Bewusstsein der Gruppe“ (WIKIPEDIA) doktriniert wird. →Teamgeist, →Kohäsion Da der Begriff des…

Kommunikation

Kommunikation (communication), lat. communicatio “Mitteilung“; Informationsaustausch durch Sprache (→Rhetorik) oder Gesten (→Gestik) als eine wesentliche Grundlage sozialer Beziehungen. Im gewissen Sinne ist jede soziale Situation durch Kommunikation geprägt, da selbst Schweigen eine bestimmte Haltung (Ablehnung) zum Ausdruck bringen kann: „Man kann nicht nicht kommunizieren“ (Watzlawick). Somit sind Inhaltsaspekt (sachliche Mitteilung) und Beziehungsaspekt (emotionale Einstellung) der…

Kommunikation, nonverbale

Kommunikation, nonverbale (nonverbal communication), Informationsaustausch zwischen Personen. durch Körpersprache (Mimik, Gestik, Körperhaltung) Gegenteil: →Kommunikation, verbale Drei verschiedene Faktoren beeinflussen die Kommunikation: Das Gesagte, der Tonfall und die Körpersprache. Ob wir jemanden als sympathisch empfinden wird nur zu 7% vom Inhalt der Kommunikation bestimmt. Einen weit größeren Einfluss hat die nonverbale Kommunikation, die mit 93% bestimmt,…

Kompetenz

Kompetenz (competency), lat. competentia „Eignung“, competere „zusammentreffen, ausreichen, zu etwas fähig sein“; breit gefächerter Begriff von Fähigkeit über Qualifikation bis Befugnis, unter pädagogischem Aspekt „die Fähigkeit und Fertigkeit in den genannten Gebieten Probleme zu lösen, sowie die Bereitschaft, dies auch zu tun.“ (Wikipedia). Die Kompetenzdiskussion in der beruflichen Bildung stützt sich auf die von Roth…

Kompetenz, soziale

Kompetenz, soziale (competency, social), lat. competentia, „Eignung“, competere „zusammentreffen, ausreichen, zu etwas fähig sein, zustehen“; in der Psychologie Sachverstand und Gefühl zur Lösung zwischenmenschlicher Beziehungen. →Kompetenz Die Art, wie Trainer mit ihren Schützlingen umgehen, bestimmt maßgeblich Erfolg oder Misserfolg ihrer Arbeit. und selbst die Kontinuität der leistungssportlichen Karriere der Sportler (Emrich & Pitsch, 2001). Sozialkompetenz…

Konflikt

Konflikt (conflict), lat. confligere „zusammentreffen, kämpfen“; Unvereinbarkeit von Positionen, Interessen, Wertvorstellungen zwischen Menschen, Gruppen, Organisationen oder „uneins mit sich selbst“ („innerer Widerstreit von Begehrlichkeiten; Motiven, Wünschen, ethischen Werten“ - MEYERS Lexikon), die zu psychischen Spannungen führen. Entsprechend vielfältig sind die Konfliktbereiche: politisch, sozial, ethisch oder organisationsintern. Darüber hinaus beschreibt die Konfliktforschung noch über 20 spezifische…

Konfliktlösung

Konfliktlösung (conflict resolution), Beseitigung eines Konfliktes durch erfolgreiches Durchsetzen oder Verzichten der Interessen bzw. Herbeiführen eines Kompromisses. Schritte zur Konfliktlösung sind: Darstellung der Positionen, Ziele und Lösungsvorschläge formulieren, Lösungsvorschläge prüfen, Wege der Umsetzung suchen und Umsetzen (Konflikt lösen). Mögliche Strategien sind:  Zufallsentscheidung (Los), Vertagung, Perspektivenwechsel oder Kompromiss. „Das Ziel eines Konflikts ist nicht der Sieg…

Konformität

Konformität (conformity), (lat. conformitas, "Gleichartigkeit", conformis "gleichförmig"; an Normen und Standards orientierte Verhaltensweisen und Einstellungen. Im Ergebnis wissenschaftlicher Studien gilt als gesichert (nach Lau & Plessner, 2016, S.120): Unsicherheit bei der Beurteilung einer Situation führt zu stärkerer Konformität, Je größer der Konformitätsdruck, desto größer ist das Konformitätsverhalten, Je größer die Bedrohung von außen, desto stärker…

Konfrontation

Konfrontation (confrontation), lat. confrontatio „Gegenüberstellung“; Gegenüberstellung unvereinbarer Positionen, die zum Konflikt führen können, aber auch im Sinne von Auseinandersetzung von Gruppen (z.B. Hooligans und Polizei). Konfrontation lässt sich mindern bis auflösen, wenn man sich bewusster selbst steuert und Konfrontationen nicht ausweicht, man sich konstruktiv mit dem/den anderen auseinandersetzt, d.h. auf einseitige Darstellungen, Unterstellungen, Verzerrungen, Beschimpfungen,…

Konkurrenz

Konkurrenz (competition), lat. concurrere „zusammenlaufen, aufeinanderrennen“; Rivalität,  Wettkampf, ein Verhaltensmuster der Leistungsgesellschaft, andere Personen oder Gruppen übertreffen zu wollen („Konkurrenz belebt das Geschäft“). →Fairplay Konkurrenz ist ebenso Wesensmerkmal des Leistungssports, wie dessen Gegenteil Kooperation und Solidarität, deshalb sind beide in ihrer dialektischen Wechselwirkung zu verstehen und gebrauchen. „Die Prinzipien von Konkurrenz, Leistung und Chancengleichheit sind…

Kontaktfähigkeit

Kontaktfähigkeit (ability to communicate well), lat.contactus „Berührung“; Möglichkeit und Leichtigkeit mitmenschlicher Beziehungsaufnahme (→Beziehung, soziale), wobei Unterschiede in der Kontakthaltung und -aufrechterhaltung, der Dauer, dem Schwerpunkt, den Mitteln der Anbahnung, der Stärke und zwischen den Geschlechtern bestehen (Dorsch, 2004). Kontaktfähigkeit ist gekennzeichnet durch Ausgeglichenheit, Heiterkeit, Humor, Offenheit, Verständnis und Toleranz, wie Wortgewandtheit (typisch für Extravertiertheit), während…

Körper

Körper (body), (lat, corpus); In der Medizin gesamte materielle Komponente des Menschen oder nur ein Teil einer anatomischen Struktur. im Sinne von „Körperkultur“ bzw. Verhältnis von Körper und Geist: in der neueren Anthropologie wird die alte dualistische Gegenüberstellung von Körper und Geist überwunden und der Körper umfassend im Sinne von Haltung, Bewegung, Gesundheit, Krankheit, Ernährung,…

Körperkontakt

Körperkontakt (body contact), verschiedene Formen gegenseitiger Berührung, vom Handschlag bis zu intimen Varianten. Für Kleinkinder ist Körperkontakt das universelle Beruhigungsmittel (Renggli bei Rogge, 2005) und für die Bindung an die Eltern wichtiger als nur materielle Zuwendung und Unterstützung. In der Arbeit mit geistig Behinderten im Sport ist zu berücksichtigen, dass diese zur Ergänzung ihrer Informationen…

Kreativität

Kreativität (creativity), lat. creare „schaffen, gebären, erzeugen“;  Fähigkeit, Probleme zu erkennen sowie schöpferisch, flexibel und originell zu lösen, wobei ein bestimmter „Nutzen für die Gesellschaft“ das Ziel sein sollte. Neben Begabung sind aus psychologischer Sicht flüssiges Denken und Assoziationsfreude sowie die Fähigkeit zum Perspektivwechsel und zur Grenzüberschreitung Zeichen von Kreativität und für Erfolge im Leistungssport…

Kritik

Kritik (criticism), griech. krinein „unterscheiden, trennen“; „allgemeine Bezeichnung für die Hinterfragung und Überprüfung der Stimmigkeit eines Sachverhaltes“ (Psychologisches Wörterbuch 2004). Die Kritikfähigkeit ist sehr unterschiedlich ausgeprägt und muss teilweise im Sinne konstruktiver Auseinandersetzung mit den kritischen Hinweisen erlernt werden. Dabei „macht der Ton die Musik“, denn auch Kränkung und Aggression können die Reaktion sein. Außerdem…