Kategorie: Sportmedizin
Krankmacherübungen
„Krankmacherübungen“, gymnastische Übungen, die über Jahrzehnte zum Repertoire der älteren Kollegen gehörten und inzwischen hautsächlich von Krankengymnasten verbannt worden sind, da diese Übungen massiv Gelenke belasteten oder das beabsichtigte Ziel nicht erreichen. Vermieden werden sollten Übungen, die Hohlkreuz erzeugen, in der Lendenwirbelsäule zu stark abknicken, Gelenke aus ihrer Achse führen, die Menisken quetschen oder dazu…
Weiter zum Begriff KrankmacherübungenKreatin
Kreatin (creatine),griech.kreas „Fleisch“; Aminosäure, die der Körper selbst herstellt. Kreatin wird bei der Phosphorilierung im Muskel mit Phosphor zu Kreatinphosphat aufgebaut. Die Menge an verfügbarem Kreatinphosphat limitiert die Arbeitszeit des Muskels bei maximalen Belastungen. Durch künstliche Zufuhr (mit 2-20g/Tag sehr unterschiedliche Angaben) kann das muskuläre Gesamtkreatin bis zu 20% erhöht werden, wodurch die Widerstandsfähigkeit gegenüber…
Weiter zum Begriff KreatinKreuzschmerzen
Kreuzschmerzen (sacro-iliac pain), im Volksmund „Rücken“, alle Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule, des Kreuzbeins und der umgebenden Weichteile, die oft bis in das Bein oder die Leiste ausstrahlen. Die Ursachen sind mannigfaltig, sind aber zumeist auf Störungen des Spannungsverhältnisses von Knochen, Muskeln und Bändern (→Beckenschiefstand, Wirbelsäulenverkrümmung, Senkfuß, muskuläre Dysbalancen) oder degenerative/traumatische Erscheinungen an den Wirbelkörpern…
Weiter zum Begriff KreuzschmerzenKühlung
Kühlung (refrigeration), in der Technik „Entwärmung“, „in der Medizin der lokale Wärmeentzug in einem Körperbezirk durch Kontakt mit einem Kälteträger, z.B. einem Umschlag, einem Wickel oder einer Packung“ (Quelle s.u.). So wird zur Behandlung und Beseitigung von Schulterschmerzen bei Schwimmern, die in den meisten Fällen von einer Überlastung der Rotatorenmanschette herrühren, Kühlung (Eis) empfohlen (https://www.iat.uni-leipzig.de/datenbanken/iks/sponet/Record/3029144…
Weiter zum Begriff KühlungKyphose
Kyphose (kyphosis), griech. kyphos "Buckel"; pathologische Form für verstärkte (dorsale) Krümmung der Wirbelsäule (Rundrücken) als Folge von Bewegungsmangel (Haltungsfehler), chronischer (sportbedingter) Fehlhaltung oder Wachstumsstörung der Wirbelkörper (morbus Scheuermann). →Osteochondrose Die sportartspezifische Belastung im Schwimmen führt häufig durch die innerrotarische und adduktorische Bewegung der Arme gegen den Wasserwiderstand zu einer Kyphose (Dalichau & Scheele, 2001). In…
Weiter zum Begriff KyphoseLaborbefunde
Laborbefunde (laboratory findings), Klinisch-chemische Analyse, die für die meisten ärztlichen Diagnosen unverzichtbar und kombiniert mit klinischer Untersuchung und Anamnese eine gesicherte Diagnose erlaubt. Jeder Laborwert wird dazu mit seiner entsprechenden Referenz (Empfehlung für Grenzbereiche) angegeben. Blut- und Harnanalysen nutzt auch die Sportmedizin, um wichtige Hinweise auf die Belastungsverträglichkeit und Trainingsanpassung zu erhalten (→Trainingssteuerung). "Nichtsdestotrotz müssen…
Weiter zum Begriff LaborbefundeLabortest
Labortest (laboratory-test), Test, der unter Laborbedingungen durchgeführt wird. Im Sport Leistungsdiagnostik unter den standardisierten Bedingungen eines (medizinischen oder biomechanischen) Labors, die im Schwimmen hinsichtlich der spezifischen Leistungsbeurteilung (außerhalb des Mediums Wasser) nur teilweise geeignet ist und durch Feldtests ergänzt wird. Allerdings muss hier mit Störvariablen gerechnet werden, die beim Labortest durch eine bessere Kontrolle der…
Weiter zum Begriff LabortestLaktat
Laktat (lactate), lat. lactis „Milch“; fälschlich als Milchsäure bezeichnetes Dissoziationsprodukt (Dissoziation = Aufspaltung einer chemischen Verbindung) derselben im Blut. Im Ergebnis der Glykolyse entsteht als Endprodukt des anaeroben Stoffwechsels Laktat: ADP + Glukose (Glykogen) → ATP + Laktat Laktat kann bei Belastung über die Glukoneogenese wieder zu Glykogen resynthetisiert werden, die Glykolyse wird quasi rückwärts…
Weiter zum Begriff LaktatLaktat-Leistungskurve
Laktat-Leistungskurve (LLK) (lactate performance curve), Kurvenverlauf, der sich aus dem exponentiellen Anstieg des Laktats bei zunehmender Belastung (hier Schwimmgeschwindigkeit) im Stufentest ergibt. Zur besseren Beurteilung der LLK hilft die von Pansold & Zinner vorgenommene Typisierung: Exkurs: Während man sich in der Sportmedizin durch die zahlreichen Versuche der Schwellenbestimmungen recht einseitig orientiert hat, wurde die LLK…
Weiter zum Begriff Laktat-Leistungskurve