Kühlung

05. Februar 2020 K 0

Kühlung (refrigeration), in der Technik „Entwärmung“, „in der Medizin der lokale Wärmeentzug in einem Körperbezirk durch Kontakt mit einem Kälteträger, z.B. einem Umschlag, einem Wickel oder einer Packung“ (Quelle s.u.). So wird zur Behandlung und Beseitigung von Schulterschmerzen bei Schwimmern, die in den meisten Fällen von einer Überlastung der Rotatorenmanschette herrühren, Kühlung (Eis) empfohlen (https://www.iat.uni-leipzig.de/datenbanken/iks/sponet/Record/3029144 – Zugriff 05.02.2020) Kältetherapie,

Exkurs: Während bislang unter „Kühlung“ vorwiegend Maßnahmen zur beschleunigten Heilung nach Sportverletzungen verstanden wurden, haben sich besonders im Hochleistungssport Kälteanwendungen nach Erschöpfung, aber auch prophylaktisch vor Belastungen durchgesetzt.  Eine Metaanalyse (Faude et al. 2010) zeigte, dass neben subjektiv verbessertem Wohlbefinden eine geringere Müdigkeit sowie weniger Muskelschmerzen nach Kühlung im Eiswasserbad oder in der Kältekammer nach Belastung auftraten. Bei Studien zu Warm-Kalt-Wasser-Behandlungen waren in diesem Zusammenhang keine Unterschiede festzustellen. Die Kaltwasseranwendungen zeigten nach der Belastung in Bezug auf die Schnelligkeit deutlich positive Effekte, nicht aber auf Ausdauer, Kraft und Sprungkraft. In einigen Studien verringerte sich der Trainingseffekt als Nebenwirkung der Kühlung. Während intensiver Trainingsphasen solle man jedoch aufgrund der verminderten Trainingseffekte mit der Kälteanwendung zurückhaltend sein. Der Physiotherapeut Schmidtlein dämmt die mit der Kältetherapie aufgekommene Euphorie und empfiehlt vorrangig eine aktive Regeneration (Laufen, locker schwimmen, Atemübungen usw.) ergänzt durch passive Formen wie Kaltwasserbäder. (Rössing, K.: https://www.aerzteblatt.de/archiv/148683/Sportmedizin-Wann-Kaelte-gut-tut, Zugriff am 05.02.2020). 

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