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Begriff

Tauchreflex

Tauchreflex (diving reflex), beim Eintauchen ins Wasser ausgelöster Vagusreflex, verbunden mit Verschiebung des Blutvolumens aus der Peripherie in den Brustraum (periphere Vasokonstriktion), Abfall der Herzfrequenz im Mittel um 10-15 Schläge/min bis zur Gefahr des Sekundenherztodes (→Sauerstoffsparmechanismus). Die niedrigeren Pulswerte beim Schwimmen sind in der Trainingssteuerung im Vergleich von Wasser- zu Landtests zu berücksichtigen.

Dass Babys problemlos tauchen können ist auf den „antrainierten“ Tauchreflex im Mutterleib zurückzuführen.

Verwandte Begriffe

  • WasserFarblose Flüssigkeit mit mittlerer Dichte (Dichtezahl 1 bei 4°C) und Fortbewegungsmedium des …
  • vagusKurzform für nervus vagus, lat. vagari „umherschweifen“ = „der umherschweifende Nerv“ …
  • BlutvolumenGesamtblutmenge im Organismus, die beim Menschen etwa 75-80 cm pro kg …
  • VasokonstriktionLat. vas - Gefäß; constringere – zusammenziehen …
  • HerzfrequenzHerz(schlag)frequenz (heart rate), Anzahl der Herzschläge pro Minute …
  • SauerstoffsparmechanismusAus dem Tauchen bekannter Vorgang: beim Apnoetauchen wird …
  • TrainingspulsHerzfrequenz pro Minute während der Trainingsbelastung im Gegensatz zum …
  • TrainingssteuerungRegulierung von Trainingsplanung und -durchführung (Training) durch …
  • PulsLat. pellere „schlagen, klopfen“; pulsum; Druckwelle …
  • WasserdruckDruck, den das Wasser auf alle Körper ausübt …
Überarbeitet am 6. August 2017Autor: Klaus Rudolph

Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Tauchreflex. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/tauchreflex/ (abgerufen am 1. November 2026).