Zynismus

17. August 2017 Z 0

Zynismus (cynism), abgeleitet aus der Denkweise der antiken Kyniker; Grundhaltung einer Person, die absichtlich durch Äußerungen andere verletzt oder moralische und menschliche Werte grundsätzlich in Frage stellt. Diesem Verhalten liegt oft Resignation zugrunde, da sich bestimmte Ideale nicht realisieren lassen. So neigte mancher Ostdeutsche, der „sein Ideal Sozialismus“ nicht verwirklicht sah unter den Bedingungen der Bundesrepublik zum Zynismus. Andererseits liegt dem Zynismus auch ein starkes Realitätsempfinden zugrunde (s. Zitat).

Überraschend sind Zyniker oft selbst sehr sensibel und ihr Verhalten dient als Schutz, sich selbst emotional zu verletzen.

Wenn einen auch heutzutage manche Situation zu Zynismus reizt, sollten wir uns vor Augen halten, dass wir damit provozieren, polarisieren und eine Sache nicht voranbringen, ihre Energie findet keinen kreativen Ausgang. Zynismus vereinbart sich nicht mit der so für Trainer bedeutsamen emotionalen Intelligenz (→Sozialkompetenz). Der Sport lebt vom Teamgeist, Zyniker zersetzen ihn. Zudem zahlt der Zyniker einen hohen gesundheitlichen Preis (oft Vorstufe von →Burnout). (https://www.fachzeitungen.de/fachbeitraege/zynismus-ausdruck-eines-burnouts-103389/).

 

Zynismus ist die Kunst, die Dinge so zu sehen, wie sie sind, und nicht, wie sie sein sollten“. Oscar Wilde (1854-1900) Irischer Schriftsteller


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